Die seit 1. Juli eingesetzte Leiterin Barbara Schweer freute sich über diese gute Resonanz. Zwar steige die Zahl der betreuten Patienten, werde das Gruppenangebot gut angenommen; aber es gebe auch viel Informationsbedarf von Betroffenen oder von Angehörigen. So fanden sich Zeit und Raum für Gespräche.
Fast noch wichtiger aber waren für Schweer und ihren Mitarbeiterinnen die Hinweise auf die festen Termine in der Sozialstation: Mit „Schnupperrunden” wurde für die Seniorengymnastik oder das Gedächtnistraining geworben.
Letzteres sei nicht nur etwas für vergessliche Menschen: Die dafür eingesetzte Fachkraft könne durchaus auch mit Schwierigkeitsgraden aufwarten. Stolz erläuterte Schweer den Raum, in dem donnerstags immer die Demenzkranken zu Frühstück, Bastelarbeiten und Gespräch zusammenkommen.
Momentan sind regelmäßig etwa fünf Teilnehmer dabei. „Die Nachfrage wächst aber nur langsam”, weiß Schweer, obwohl die Zahl der Kranken ständig steige, „doch die Angehörigen wollen sich meist nicht von ihnen trennen”. Dabei sei es oft nur Scham oder zu große Scheu: „Wir sind umfassend ausgebildet.”
Bei der Betrekuung Demenzkranker sei die Lauenauer Sozialstation führend im DRK-Kreisverband Region Hannover, erläuterte der Geschäftsführer für den Pflegebereich, Mario Damitz, auf SW-Anfrage. Zugleich bewundete er das „hohe Maß an Kreativität” und meinte damit die Organisation eines solchen Tages.
Trotzdem gab es ein paar traurige Gesichter: Vor allem die vielen Leckereien aus dem Backofen hätten für weitaus mehr Besucher gereicht als gekommen waren.
Und auch das Angebot für kleine Besucher blieb streckenweise länger verwaist.
Dabei gab es einen Schminktisch und viele interessante Aktionen, die das Rodenberger Jugendrotkreuz vorhielt. Besondere Aufmerksamkeit aber erregte ein großes Tipi.
Dort erzählte „Schwarzer Bär”, der im bürgerlichen Leben Lothar Rainer heißt und aus Bad Nenndorf kommt, etwas über Historie und Volkstum der Indianer.
Nebenan wurden kleine Ketten und Traumfänger gebastelt.
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