Schon vor eineinhalb Jahren fand ein erstes Treffen zum Thema „Kirschen” im Kirschendorf Todenmann statt. Nun hat der Vorstand des Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein (FVV) einen Konzeptvorschlag erarbeitet (wir berichteten). In zwei Zusammenkünften mit den Mitgliedern des Ortsrates ist nun ein Arbeitsteam gebildet worden. In einer Einwohnerversammlung am Mittwoch, 9. Februar, um 19 Uhr im Gasthaus „Zur Linde”, soll den Bürgern und den Besitzern von Kirschbäumen die Umsetzung des Konzeptes vorgestellt werden.
Man hofft auf reges Interesse und Beteiligung. Zur Erstellung eines Kirschbaumkatasters ist der Ort in neun Bezirke aufgeteilt worden. Jeder Bezirk wird von einer oder zwei Personen betreut. Ziel ist, alle noch vorhandenen Kirschbäume in einer Liste zu erfassen und soweit bekannt, auch zugleich die Sorte zu notieren. Durch Neuanpflanzungen und Veredelungen sollen alte Kirschsorten vor dem „Aussterben” bewahrt werden. Die Arbeitsgruppe erhofft sich die aktive Mitwirkung und Unterstützung auch der Grundstückseigentümer bei der Befragung nach Kirschbäumen. „Ohne diese ist die Entwicklung eines Katasters nahezu unmöglich, so FVV-Vorsitzender Gerd Beu. Im Februar und März soll die Befragung dann stattfinden. Danach wird eine Prioritätenliste für die erste Stufe einer Sortenbestimmung erstellt. Ab Beginn der Kirschblüte wird dann der Pomologe (Sortenbestimmer) seine Arbeit aufnehmen. Anhand der Blüte kann oft die Sorte festgestellt werden und wenn das nicht geht, kann sie dann später mit der Frucht oder dem Kern bestimmt werden. Vor allem ist der Pomologe beim Besuch und Inaugenscheinnahme der Kischbäume auf die Unterstützung der Eigentümer angewiesen. „Nach den jetzt geführten Gesprächen besteht die Hoffnung, dass die erforderlichen Geldmittel für die erste Stufe des Konzeptes eingeworben werden können”, so Beu.
Das Gesamtprojekt ist über mehrere Jahre angelegt. Damit kann Todenmann an die Traditionen als altbekanntes Kirschendorf anknüpfen und daraus einen neuen Schwerpunkt für Gäste und Einwohner attraktiv gestalten. Angedacht ist in diesem Zusammenhang auch einen Kirschen-Rundwanderweg mit Informationen auszuweisen. Später sollen dann die Ergebnisse in einer Dokumentation festgehalten und allen Interessierten zugänglich gemacht werden. Foto: ste
Die Kirschen im Dorf sehen nicht nur toll aus, sie schmecken auch gut und sind zum Teil schon uralt. Jetzt sollen die Sorten bestimmt werden, damit man ein Kirschenkataster erstellen kann.