Stress am Arbeitsplatz kennen viele Unternehmer - und viele Beschäftigte. Oft wird der Druck sogar so groß, dass man davon krank wird. Nach Angaben des wissenschaftlichen Instituts der AOK war 2010 jeder zehnte Fehltag auf Stress zurückzuführen. 100 Zuhörer interessierten sich jetzt für einen Vortrag zum Thema Burn-out-Prävention. Referent Peter Buchenau, Vorsitzender des Burn-out-Zentrums e.V., gab bei der Industrie- und Handelskammer Lippe wertvolle Tipps zur Früherkennung von Stress- und Burn-out-Symptomen. Zum Teil können die Anzeichen auch mittels Biofeedback, beziehungsweise Thermographie gemessen werden. 2010 gingen der Wirtschaft rund 265 Milliarden Euro durch Stress verloren. Der ausgebildete Trainer und zertifizierte Coach zeigte auf, dass jeder Stress individuell empfunden wird. „Stress machen wir uns selbst. Wir sind uns aber nicht bewusst, dass dadurch unsere Leistungsfähigkeit um bis zu 40 Prozent sinkt,” stellte Buchenau fest. Gefährlich sei es, dass die Betroffenen in der Regel nicht merkten, wann die Schwelle zum Burn-out überschritten wird. Buchenau machte Mut, gegen den Stress erfolgreich anzukämpfen. Dazu reiche es im ersten Schritt, den „inneren Schweinehund” zu überwinden. Seine Empfehlungen: „Gönnen Sie sich Pausen und bewegen Sie sich viel. Ernähren Sie sich ausgewogen und trainieren Sie Körper und Geist. Delegieren Sie. Und - vergessen Sie nicht zu lächeln.” Ein freundliches Arbeitsklima, eine angenehme Atmosphäre am Arbeitsplatz, wo es Spaß mache zu arbeiten, seien ebenso wichtig wie eine angstfreie Antifehlerkultur. Foto: km