Der 3,48 Meter kleine Wagen soll unter anderem für den Außendienst des Bauamtes oder den Postdienst genutzt werden. Mit dem Wagen erhält die Stadtverwaltung auch gleichzeitig eine mobile Aufladestation. Die installierten Lithium-Polymer-Akkus sind in sechs Stunden aufgeladen und bieten eine Reichweite von 120 Kilometern. Im Gegensatz zu herkömmlichen Autos verursachen die Elektrofahrzeuge keine Emissionen. „So sehen wir in der neuen Generation von Elektrofahrzeugen die große Chance, die Innenstädte von Abgasen und Feinstaub zu entlasten”, sagt Wolfgang Welscher. Auch Lärmbelästigungen durch laute Motorengeräusche gehören bei dieser Technik der Vergangenheit an.
Für die Stadtverwaltung kommt die vierwöchige Probezeit gerade zum richtigen Zeitpunkt, wie Bürgermeister Hellmann erklärt. „Wir werden in Kürze ein Fahrzeug neu anschaffen müssen. Daher hatten wir uns im Vorfeld schon mit den Möglichkeiten von gasbetriebenen Fahrzeugen beschäftigt. Nun können wir im Betrieb praktisch Erfahrungen über Elektroautos sammeln.” Vor Stadthagen haben schon andere Kommunen im Landkreis mit Hilfe des Energieunternehmens die neue Form der Mobilität testen dürfen. In Bad Nenndorf und Bad Eilsen waren auch schon Elektrofahrzeuge testweise unterwegs. „Elektromobilität ist ein wichtiges Thema – nicht nur für unsere Stadt, sondern auch für den Landkreis. Als Mitglied der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg setzt sich Stadthagen für die Förderung der Elektromobilität als wichtiges Element einer klimagerechten Verkehrs- und Energiepolitik ein”, erklärt Bernd Hellmann. In Stadthagen könnte beispielsweise eine öffentliche Stromtankstelle eingerichtet werden. Zudem könnten Elektrofahrräder für touristische Zwecke genutzt werden, wagt der Bürgermeister einen Ausblick in die mobile Zukunft. Foto: mh