Stephan Beck selbst hatte sicher mehr als 1.000 Flugstunden mit einigen Wettbewerben in den Seealpen, dem Wettbewerbsgebiet, geflogen. Die unmittelbare Vorbereitung bestand aus zwei Trainingslagern im Frühjahr 2012 und 2013 sowie der Teilnahme am „Vorwettbewerb” 2012, den Beck als Zweitplatzierter beendete. Mit Platzierungen unter den ersten zehn sowie zweimal Tagesplatz zwei startete Beck eigentlich gut in die Meisterschaft. Leider verpatzte er dann den 6. Wertungstag und konnte dadurch lediglich sein sich selbst gesetztes „Minimalziel”, ein Platz unter den „Top Ten” erreichen. An diesem 6. Wertungstag hatte Beck sein Traumziel durch eine etwas unglückliche Flugwegwahl vermasselt. Er flog einen Teil der Strecke zusammen mit den Franzosen. Aus seiner Sicht hatten sie für die „Assigned Area Task” (Man darf ein definiertes Gebiet anfliegen, wobei dann der individuelle Wendepunkt gewertet wird) zu dem Zeitpunkt eine gute Flugwegwahl unter einem Wolkenband. Dieses endete in der Nähe von Vinon. Danach musste Beck noch einmal nach Norden. Auf dem Weg war wieder eine Wolkenaufreihung, die jedoch schon nicht mehr die gewünschten guten Steigwerte brachte. Nördlich des Montagne de Lure fand er dann auch unter den letzten Wolkenfragmenten absolut kein Steigen mehr - musste aus dem Meougetal in Richtung Sisteron Flugplatz gleiten und von dort mit Motorhilfe nach Vinon zurückfliegen. Dieser Tag kostete ihm rund 400 Punkte. Damit war sein Kampf um die Spitzenplätze vorbei. Das Wetter des Wettbewerbes konnte man bis auf ein oder zwei Tage nicht gerade als gut bezeichnen. Im Hochgebirge versperrten oder erschwerten oft Überentwicklungen mit Schauern und vereinzelt auch Gewitter die geplanten Flugwege. Als „Urlaubsflieger” wäre man mit Sicherheit an einigen Tagen nicht geflogen.
Schwierige Wetterbedingungen herrschten schon 2012 auf der „Vor-EM”. Diese wurden in diesem Jahr jedoch noch getoppt. Gewonnen haben den Wettbewerb in der 15-Meter-Klasse drei Franzosen. Die 18-Meter-Klasse wurde vom polnischen Mehrfach-Champion und inzwischen „Berufssegelflieger” Sebastian Kawa gewonnen. Die Plätze 2 und 3 belegten ein Franzose und ein Tscheche. In der Offenen Klasse flog der 3-fache Weltmeister Michael Sommer aus Deutschland unangefochten zum Sieg. Den zweiten Platz belegte Kilian Walbrou gefolgt vom Ex-Europameister Markus Frank aus Deutschland. Als nächstes stehen für Stephan Beck und seinen Vereinskameraden Reinhard Schramme die Deutschen Meisterschaften auf dem Terminkalender.Foto: privat