Wie erst jetzt bekannt wurde, ist der gebürtige Lauenauer Peter Burschel im Alter von 85 Jahren in seiner Wahlheimat Landshut gestorben. Der Bruder des Feggendorfer Künstlers Klaus Burschel verließ zwar bereits mit Aufnahme des Studiums seinen Geburtsort, verfolgte aber dessen weitere Entwicklung stets mit Interesse. Der emeritierte Professor am Lehrstuhl für Waldbau der Universität München hatte schon Anfang der neunziger Jahre auf die zentrale Rolle der Wälder im Kohlenstoffhaushalt hingewiesen und den Einfluss forstlicher Maßnahmen auf den Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre begründet. In Chile und Argentinien übte er Kritik an großflächigen Rodungen und beriet in zehn Jahren dortige Institute bei der Wiederaufforstung. Besondere Verdienste erwarb er sich mit seinen Forschungen zur Verjüngungsökologie von Buchen- und Bergmischwäldern. Sie gelten heute als wegweisend für den mitteleuropäischen Waldbau. 1994 und 1997 erhielt er die Ehrendoktorwürden der Universitäten Dresden und Chile.