Die beiden Sprecher Babette Choyna und Kai Kietzke schildern in einem an Landrat Jörg Farr gerichteten Brief ihre Beobachtungen aus den ersten acht Wochen nach dem Einbau der Rüttelstreifen: Sie „sind leider nicht so wirksam wie erwartet”. Mehrfach sei beobachtet worden, dass die buckligen Asphaltstreifen „mit hoher Geschwindigkeit und ohne Abbremsen überfahren wurden”. Auch würden einige Motorradfahrer weiterhin ihre Rennen austragen und dabei „mehr als 20 Mal hin- und herfahren”. Fazit der beiden Unterzeichner: „Sie werden von den Fahrbahn-Rippen nicht abgehalten.” Möglicherweise seien diese auch „zu flach eingebaut” worden.
Die beiden Sprecher weisen auch auf die drei Unfälle in jüngster Vergangenheit hin und glauben sogar an eine Dunkelziffer: „Wir konnten in den Kurven neue Kratzspuren von Stürzen feststellen.”
Auch wenn die Initiative nur von einer „Zwischennachricht” spricht, fordert sie weitere Maßnahmen und verweist auf die vor wenigen Tagen bekannt gewordene Absicht des Landkreises, die „Unabhängigkeitsstraße” bei Westendorf zu sperren – „ohne Ausnahme und Uhrzeitbegrenzung”.
Wie Choyna und Kietzke hierzu ergänzend mitteilen, könne die K 74 mit den Verhältnissen am Kappenberg durchaus verglichen werden, obwohl sie schmaler sei, dafür aber in den Kurven übersichtlicher. Kritik üben sie zugleich am hiesigen Gemeinderat. Während sich in Rinteln Politiker von SPD und CDU für eine Sperrung eingesetzt hätten, sei dies in Messenkamp bislang nicht der Fall gewesen.
Das Schreiben an den Landrat endet mit der Auffassung, dass auch am Kappenberg nur durch „drastische Maßnahmen” die Probleme Motorradlärm und hohes Unfallgeschehen beseitigt werden könnten.