SAMTGEMEINDE RODENBERG (al). Sind in der Samtgemeinde Rodenberg Feuerwehrleute bereits in ihren Gerätehäusern gefährdet und dürfen Fahrzeuge möglicherweise gar nicht ausrücken? Diese Vermutungen hegt die SPD-Fraktion im Rodenberger Samtgemeinderat. Deren Sprecher Hans-Dieter Brand sieht Klärungsbedarf in der am kommenden Donnerstag, 14. April, beginnenden Sitzung des Feuerschutzausschusses. Brand verlangt von der Verwaltung eine Übersicht, in welchen Gerätehäusern eine „nachweislich ungenügende Absaugung” von Auspuffgasen bestehe. Er erwartet vor allem Lösungsvorschläge für die alten Gerätehäuser und sieht im Bedarfsfall eine Umschichtung von Haushaltsmitteln, um die Missstände zu beseitigen. In der Tat klagen mehrere Wehren zum Teil schon seit Jahren über eine unzureichende Unterbringung. Zu enge Garagen und eine Schadstoffbelastung der Einsatzkleidung durch Auspuffgase wurden zuletzt in Apelern thematisiert. Änderungsanträge aber liegen auch aus Soldorf und Messenkamp vor. Handlungsbedarf sehen zudem die Wehren in Feggendorf, Hülsede und Schmarrie. Brand erwähnt in seinem Antrag jedoch noch einen zweiten Aspekt. In der Jahresversammlung der Reinsdorfer Feuerwehr habe diese fehlende Geräte auf dem Fahrzeug beklagt, die aber der nach DIN vorgeschriebenen Normbeladung vorgehalten werden müssen. Die Sorge der Reinsdorfer: „Eine Einsatzbereitschaft ist eigentlich nicht mehr gegeben.” Möglicherweise bahnen sich noch in der im Apelerner Feuerwehrhaus um 18.30 Uhr beginnenden Sitzung erste Lösungen an. Denn auf der Tagesordnung steht der konkrete Antrag der Apelerner Feuer Unfall- und Gesundheitsgefahren in ihrer Doppelgarage zu beseitigen. Konkret geht es um die von Brand beschriebenen Probleme: räumliche Enge und die Belastung der Einsatzkräfte und deren Dienstkleidung durch Dieselabgase. Das Schreiben von Ortsbrandmeister Andreas Kölle gipfelt in der Androhung, es künftig abzulehnen, „unter Gesundheits- und Unfallgefahren weiterhin Feuerwehrdienst zu leisten”. So weit wird es wohl jedoch nicht kommen. Nach einem Ortstermin zwischen Wehr, Gemeindebrandmeister, Verwaltung und Politik wurde der Vorschlag erarbeitet, die vorhandenen Fertiggaragen zu versetzen und in einem Anbau Umkleidebereiche zu schaffen. Damit könne die Fahrzeughalle wieder der Norm entsprechen. Im Lauenauer Gerätehaus gibt es dagegen schon ganz konkrete Veränderungen. Für den dort neu beschafften Gerätewagen muss eine Abgas-Absauganlage zum Preis von 1600 Euro eingebaut werden.