Dreieinhalb Monate nach dem ersten großen Projekt in Rodenberg ist nun auch der zweite Rohbau für eine Kinderkrippe in Lauenau erstellt worden. Am gestrigen Freitag wurde Richtfest gefeiert im Beisein einiger Kommunalpolitiker, Verwaltungsmitarbeiter und Nachbarn. Über dem Gebäude mit seinen drei Giebeln baumelt seither ein grüner Kranz. „Nach dem Start vor vier Monaten wurde das hier richtig gut durchgezogen”, freute sich Sandra Döring von der Bauabteilung im Rodenberger Rathaus über den zügigen Baufortschritt. Dies sei der milden Witterung des Winterhalbjahrs zu verdanken. Döring, die auch das Rodenberger Vorhaben begleitet, begrüßte besonders den Standort der künftigen Einrichtung mit seiner Nähe zur benachbarten Krippe „Rappelkiste”, dem Kindergarten „Pusteblume” sowie der Albert-Schweitzer-Schule. Da aber die neue Krippe über die Gartenstraße erreichbar sein wird, sei keine zusätzliche Belastung der kleinen Straße „Im Hausweidenfeld” zu erwarten. Ebenfalls auf das Gerüst geklettert war Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla, der spontan seine Kopfbedeckung lüftete: „Ich ziehe meinen Hut als Dank für die bisherige gute Abwicklung.” Zimmermann Tobias Dühlmeier von der Firma Stelling hatte zuvor den Richtspruch formuliert und nach alter Handwerkersitte das geleerte Schnapsglas mit einem Hammerschlag zerstört. Die beiden Häuser in Rodenberg und Lauenau sind fast baugleich und ähneln der vor Jahren erbauten Krippe in der Rodenberger „Leimkaute”. Allerdings sollen die dort im Nachhinein festgestellten Mängel diesmal vermieden werden. Jedes Projekt kostet rund 1,5 Millionen Euro und wird nach seiner Eröffnung Platz für jeweils 30 Kinder bieten. Die Einweihung in Lauenau wird zum Jahresbeginn 2021 angestrebt.