Die Gäste kehrten nach nur einjähriger Abwesenheit als sofortiger Wiederaufsteiger in die vertraute Umgebung zurück. Zuletzt erreicht die Elf ein beachtenswertes 1:1 gegen Oldenburg und rangiert bei jetzt zwölf Punkten auf dem zwölften Platz, also im unteren Mittelfeld. Mit dieser Platzierung kann man zufrieden sein. Paradestück der Gäste ist die Abwehr mit den erfahrenen Akteuren wie Rodriguez (ehemals Groningen), Sylla (früher Preußen Münster) und Klemm (vormals Kickers Emden). Germania-Coach Johann Lünemann bevorzugt die defensive Spielweise. Denn bisher konnte sein Team erst ganze elf Treffer erzielen. Der VfL muss sich taktisch geschickt auf die früh störenden Gäste einstellen. Es könnte sein, dass sich die Partie zu einem wahren Geduldsspiel entwickelt. Wichtig wird sein, dass die Gastgeber ihre Fehlerquote merklich reduzieren und im Torabschluss zielstrebiger zur Sache gehen. Personell sieht es im VfL-Lager so aus, dass Niko Werner, Ibrahim Aslan und Giuseppe Porcello sowie Cord-Hendrik Möller definitiv nicht zur Verfügung stehen werden. Fragezeichen stehen hinter dem Einsatz von Alexander Bremer und Jan Steininger. Der Trainer wird also erneut gezwungen sein, bei der Aufstellung zu experimentieren. Trotzdem wird nach seinen Worten eine „über die Grenzen hinausgehend kämpfende” Formation auflaufen.