„Die Einrichtung der Bücherei ist ein heikler, wenn auch nicht vordringlicher Punkt in unserem Raumplan für die Zukunft”, machte die neue Grundschul-Leiterin zu Beginn ihrer Ausführungen deutlich. Vor dem Hintergrund sinkender Schülerzahlen habe sie zusammen mit Jörg Döpke vom Bauamt der Stadt den Wechsel der Bücherei aus dem Keller in einen Raum im Erdgeschoss des Altbaus durchgespielt. „Dann müssten Grundschulklassen allerdings im Gegenzug ins Dachgeschoss ziehen”, gab sie zu bedenken. Als kurzfristig umsetzbare Lösung brachte sie dann den Medienraum in der Nähe des neu eingebauten Fahrstuhls als zweite Variante ins Gespräch.
Eine Bedingung hatte Bode im Schulausschuss für die Bereitstellung dieses Raum für die öffentliche Bücherei allerdings parat: „Der Raum müsste uns vormittags für die Leseförderung zur Verfügung stehen”. Eine entsprechende Ausstattung mit Lese-
ecke und gemütlicher Atmosphäre sei daher wünschenswert. „Auch wir wünschen uns eine attraktive Bücherei für unser Schulleben”, machte die Schulleiterin deutlich. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kindergarten, Sport und Kulturpflege hat sich die Vorsitzende Marina Brand bereits erfreut zum Vorschlag geäußert. Sie sprach sich dafür aus, für die Einrichtung der „neuen” Bücherei 5000 Euro im Etat für 2010 bereit zu stellen. Dem konnten sich die Ausschussmitglieder anschließen. Ralf Sassmann von der Wählergemeinschaft Rodenberg (WGR) stellte zu Beginn der Aussprache über dieses Thema im Schulausschuss noch einmal fest, dass sich mit Unterstützung der WGR Ende letzten Jahres eine Bürgerinitiative gebildet hatte mit dem Ziel, einen neuen Standort für die Bücherei in Rodenberg zu finden. „Rund 500 Unterstützer haben sich in diese Liste eingetragen”, erinnerte Sassmann im Ausschuss. Peter Friedrichkeit (SPD) sieht vor dem Hintergrund sinkender Schülerzahlen wieder Hoffnung für einen Standortwechsel innerhalb der Grundschule. Und außerdem, so seine Einschätzung, sei jetzt die Chance, „mit neuen Gesprächspartnern flexibler an das Thema herangehen zu können”.
Nach den weiteren Worten von Sassmann wäre „jeder Raum, der möglich ist, besser, als der jetzige Standort der Bücherei im Keller”. Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann bezeichnete den Vorschlag von Elke Bode als sehr positiv.
Man könne die Gelegenheit nutzen und bei der Einrichtung des Medienraumes alles moderner und zweckmäßiger gestalten. Notwendig und sinnvoll sei auch, den Buchbestand der Bücherei mit dem der Grundschule zu vergleichen. In einer nächsten Zusammenkunft will sich der Fachausschuss den in Frage kommenden Raum anschauen und über weitere Schritte beraten. Foto:pd