Etwa 40 Ruderer aus dem ganzen Bundesgebiet bewältigten die 167 km lange Strecke in zweieinhalb Tagen. Früh aufstehen hieß es am Freitag. Bereits um sechs Uhr früh fuhr der Reisebus mit den Aktiven, begleitet durch Trailer mit den Booten, durch die verschneite Landschaft nach Hann. Münden. Witterungsbedingt starteten die Boote erst eineinhalb Stunden später. Was zur Folge hatte, dass bis in die Dunkelheit gerudert wurde.
Das ist ein besonderes Erlebnis: Wer rudert denn schon bei Schnee? Und dann noch bis in die Nacht hinein? Die Ruderer des WSV Rinteln waren gut ausgerüstet. Die Boote wurden kurzerhand mit Rundum-Lampen bestückt und so waren sie, als sie nach der ersten Tagesetappe in Höxter ankamen, bereits schon von weitem als heller Punkt auf dem Wasser zu sehen. Die Mannschaften hatten sich gut eingekleidet und bei ständiger Bewegung (hier werden alle Muskelgruppen in Anspruch genommen), fror daher keiner. Für die Steuerleute war auch gut gesorgt: Sie wurden in Lammfelldecken gehüllt.
Die Geselligkeit ist natürlich auch nicht zu kurz gekommen. Glühweinpausen und warme Suppen zu Mittag - so wie beim Kanuclub in Beverungen - stärkten tagsüber alle. Abends saß man gemütlich im Hotel in Höxter zusammen. Dort war das Standquartier zu dem man nach dem zweiten Rudertag von Hameln aus mit dem Bus zurückfuhr.
Am dritten Tag gab es die kürzeste Strecke von Hameln bis zum Bootshaus nach Rinteln zurückzulegen. Leider war ein Teil des Doktor-See zugefroren, sodass an einer Landspitze angelegt werden musste. Nach einer kleinen Wanderung mit Rollwagen und Booten zum Bootshaus, wurden diese gereinigt und in die Hallen geräumt. Die Fahrt endete mit Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, bevor die Gäste die Rückfahrt antraten.
Es muss also etwas Besonderes sein, nicht umsonst führt der Wanderruderwart des WSV Rinteln, Friedrich-Wilhelm Hoppe, jedes Jahr Wartelisten für dieses Ereignis. Foto: privat