Die Kunden konnten vor Ort durch ihre Stimmabgabe entscheiden, ob der Kinderschutzbund mit „Ran an den Herd!” in die nächste Runde kommt - und mit einem Preisgeld in Höhe von 750 Euro belohnt wird. Der Rintelner Initiative bieten dabei zwei Kokurrenten aus Aerzen und Bad Nenndorf Paroli. Der mögliche Geldgewinn soll dazu dienen, gerade den materiell unterversorgten Interessenten die Gebühren zu minimieren. Denn mit dem Kochkurs wollen die Initiatoren besonders Eltern aus sozial benachteiligten Familien ansprechen, für die das Zubereitenn von frischen Mahlzeiten nicht zum Familienalltag gehört. Wunderte sich Petra Rabbe-Hartinger: „Es gibt Mütter von vier Kindern, die nicht einmal wissen, wie man Rührei zubereitet.”
Die Teilnehmer werden aus sozialen Projekten und Einrichtungen vor Ort angeworben. „Durch unsere eigene praktische Arbeit im
Kinderschutzbund,” verdeutlichhte Petra Rabbe-Hartinger noch
einmal, „haben wir Kontakte zu vielen Familien, die neben Unterstützung und Anleitung in Erziehungsfragen auch in Bezug auf die Versorgung der Familienmitglieder dringend Hilfe suchen.”
Ziel der Aktion ist „der Spaß am selbstständigen Kochen und die
Einsicht, dass selbst zubereitete Mahlzeiten erschwinglich und
gesund sein können”. Im Mittelpunkt des Interesses stehen „die angemessene Versorgung und damit die Gesundheit der Kinder einer Familie”. Bewusst werden ausgewogene Mahlzeiten aus erschwinglichen, frischen Lebensmitteln zubereitet. Nach dem Kochen in der Gruppe der teilnehmenden Eltern soll das gemeinsame Essen jeweils eine Kocheinheit abrunden. Die Veranstaltung unter der Leitung von Lydia Wallenstein findet an vier Vormittagen im „Kochkater” am Kirchplatz statt. Erstes Treffen ist am Dienstag, dem 8. Februar, in der Zeit von neun bis 13 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 80 Euro plus etwa 20 Euro für Material. Ermäßigungen sind auf Anfrage beim Kinderschutzbund möglich. Foto: km