Stadtkämmerin Cornelia Budde warnte jedoch vor übertriebenen Optimismus. Die Konsolidierungsmaßnahmen, sprich der eingeschlagene Sparkurs, dürfe nicht verlassen werden. Der Jahresabschluss 2010 war erfreulich gut. Durch den Jahresüberschuss konnten die Fehlbeträge ausgeglichen werden und am Ende konnte sie einen Überschuss von 3,4 Millionen Euro bilanzieren. Für die Gewerbesteuer wurden in diesem Jahr acht Millionen Euro veranschlagt, schon jetzt sind 6,6 Millionen Euro eingegangen. Auch die Zahlung des Gemeindeanteils der Einkommensteuer entwickelt sich positiv. 130.000 Euro mehr als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres sind schon bei der Stadt eingegangen. 7,3 Millionen Euro will die Stadt bis zum Jahresende hier verbuchen. Probleme bereiten der Stadt die hohen Kosten für den Winterdienst 2009 und 2010. Auch die Unterdeckung der Kosten bei der Bewirtschaftung der Friedhöfe ist auf Dauer so nicht hinnehmbar.
Ursula Helmhold von den Grünen wollte die guten Zahlen lediglich „...erfreut zur Kenntnis nehmen und nicht überbewerten”. Bevor man über neue Projekte nachdenke, müssten erst einmal die städtischen Schulden abgezahlt werden. Die Lage der Stadt zeige auch die Abhängigkeit von Kommunen vom Gewerbesteueraufkommen. Helmhold fordert erneut eine geänderte, konsolidierende Steuerbemessung für Städte und Gemeinden: „Damit wir endlich aus dem Schlamassel herauskommen!” Auch Klaus Wißmann von der SPD sah keinen Raum für Finanzspekulationen: „Wir müssen weiter auf Konsolidierung unseres Haushaltes und den Schuldenabbau setzen!”Foto: ste