Zum ersten stand diesmal auch das Thema Archäologie auf dem Programm. „Wie gräbt man aus - und warum?” hießt es in einem Vortrag, in dem Dr. Jens Berthold aufzeigte, wie Archäologen sich auf die Suche nach den Resten alter Kulturen machen. Der Experte bot den Kindern einen Blick in die archäologische Werkzeugkiste und erklärte, wie gleichsam mit Scherben Geschichte geschrieben werden kann. Zu sehen gab es unter anderem zahlreiche Fotos von Grabungen, Arbeitsgeräte und auch einige echte Funde.
„Geld regiert die Welt!?” lautete das Thema im Parallel-Kurs unter der Leitung von Julia Kusch. Dabei konnten die Teilnehmer unter anderem herausfinden, warum heute nicht mehr getauscht, sondern alles mit Geld bezahlt wird. Auch die Frage, seit wann es eigentlich überhaupt Geld gibt, wurde geklärt.
Eine spannenden Zeitreise zu Arminius, der Varusschlacht und dem Hermannsdenkmal stand auf dem Programm von Joachim von Meien. Zusammen mit dem Experten konnten die Kinder herausfinden, wer dieser Arminius war und wie es ihm gelingen konnte, gegen die damals beste Armee der Welt, die Römer, zu bestehen.
Um Holz, Saite, Blech und Fell, um zupfen, blasen, streichen und schlagen ging es zur gleichen Zeit bei einem Seminar mit Jochen Mühlbach, der unter dem Titel „Was klingt denn da?” in den berühmten „Orchesterführer für junge Leute” von Benjamin Britten einführte. Dabei lernten die Teilnehmer peu à peu die Mitglieder der Instrumenten-Familien kennen. Dabei wies der Referent die Kindern nebenei auch in die ersten Geheimnisse der Notenkunde ein: „Je schwärzer eine Note ist, desto kürzer ist sie auch.” Wie schon im vergangenen Jahr war die Kinderuniversität auch diesmal von der Bürgerstiftung Schaumburg gesponsort worden, so dass alle hundert Kinder zum Nulltarif an den vier Veranstaltungen teilnehmen konnten.
Foto: km