Schaumburger Wochenblatt
  1. Wie sich Fauna und Flora die Auenlandschaft zurückerobert

    Beutelmeise brütet in Hohenrode / Bedeutung für den Artenschutz steigt

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    Die Rintelner Naturschützer beobachten seit geraumer Zeit die Entwicklung in der Auenlandschaft und zeigen sich erfreut. In den Steilabbrüchen der Uferbereiche brüten regelmäßig Uferschwalben.

    Der auf der Roten Liste stehende Koloniebrüter bevorzugt die Steilhänge vegetationsloser Abgrabungen. Nachdem Prallhänge von Fließgewässern selten geworden sind, hat die Uferschwalbe diesen neuen Lebensraum für sich entdeckt. In diesem Jahr kann erstmalig nachgewiesen werden, dass die in Deutschland selten gewordene Beutelmeise in der Weichholzaue brütet.

    Charakteristisch für die in Flussniederungen und Uferbereichen brütende Beutelmeise ist ihr Nestbau:

    Das Männchen baut mehrere beutelartige Nester, die aus Weidensamenwolle, Spinnenweben und Pflanzenfasern bestehen und welche die Beutelmeise an herabhängenden Zweigen in Gewässernähe hängt.

    "Neben dem in Niedersachsen in seinem Bestand gefährdeten Eisvogel finden auch Austernfischer, Knäckenten und sogar Gänsesäger eine Zuflucht in der Auenlandschaft", so Büscher.

    Dass die Auenlandschaft nicht nur ein Vogelparadies ist, sondern auch für viele Fischarten einen wichtigen Rückzugsraum bildet und auch Säugetierarten von diesem einmaligen Lebensraum profitieren, wissen die Naturschützer ebenfalls.

    Es sei Büscher zufolge nur eine Frage der Zeit, bis sich sogar der Fischotter in der Auenlandschaft niederlässt, falls er nicht bereits da ist. Mit Fotofallen will der NABU ihm auf die Spur kommen.

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