Schaumburger Wochenblatt
  1. Paolo ist der Helfer in der Not

    Apelerner Laienspieler brillieren mit neuem Stück / Noch fünf Aufführungen

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    APELERN/LAUENAU (al). Wer einen rundum vergnüglichen Theaterabend erleben will, muss sich sputen. Soeben hat die Saison für die Laienspielgruppe Apelern begonnen. Für ihr Stück "Zum Teufel mit dem Sex" sind noch fünf Wiederholungen im Lauenauer Sägewerk vorgesehen. Eine davon ist bereits jetzt komplett ausgebucht.

    Es war die richtige Entscheidung, die die Mimen um den Vorsitzenden Hermann Doebel und Regisseurin Evelyn Möller getroffen hatten: Schon einmal in der jetzt fast 30-jährigen lokalen Theatergeschichte hatten sie den aus der Feder zweier englischer Autoren stammenden Dreiakter inszeniert. Bereits damals gefielen Akteuren und Zuschauern der Inhalt, die spritzigen Dialoge und vor allem die Turbulenz.

    Zwei Rollen wurden wie schon vor zwölf Jahren besetzt; die übrigen erhielten durch neue Mimen neuen Ausdruck.

    Besser jedoch hätten die Aufgaben nicht verteilt werden können. Das junge Paar Francesca und Marcello (Meike Feuerhake und Jens-Peter Hirt), die besitzergreifende Mamma Eleonora (Gritli Tegtmeier), die den kleinen Haushalt komplett durcheinander bringt und dann auch noch Marcellos Vorgesetzten Contarini (Hermann Doebel) einquartieren will.

    Doch mit dem Einzug von Mamma kommen ominöse Pakete mit pornographischem Inhalt, der nun gar nichts in der Dienstwohnung des bei der Bankfiliale des Vatikans angestellten Marcello zu suchen hat.

    Dann verschwindet auch noch ein Scheck; und der Mönch und Bankrevisor Nicolas (Ingo Borkenhagen) steht überraschend vor der Tür. Letzere macht pikante Bekanntschaft mit Freudenmädchen Gina (Isabell Michaelis).-

    "Zum Teufel mit dem Sex", bekennt er – und will umgehend seinen römischen Beichtvater aufsuchen. Die Schlüsselrolle in dem ganzen Durcheinander aber spielt der etwas einfältige und tollpatschige Bankkassierer Paolo (Christian Oberwinster), weil dieser als "Nothelfer" in allen Situationen herhalten und vor allem die Sex-Bilder, -Filme und –Hefte verschwinden lassen muss. Das geht gründlich daneben, was den Auftritt eines Polizeiinspektors (Marcus Knief) zur Folge hat.

    Mehr als drei kurzweilige Stunden dauerte das Bühnendurcheinander, immer wieder unterbrochen von herzhaftem Gelächter und spontanem Applaus.

    Für die Aufführungen am 16., 23. und 24. November (20 Uhr) sowie am 18. November (15 Uhr mit Kuchenbuffet) gibt es noch Karten. Interessierte sollten den Vorverkauf über das Internet (www.laienspielgruppe.de) oder telefonisch über (05043) 96 29 96 nutzen. Foto: al

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