Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, und Finanzminister Peter-Jürgen Schneider hätten sich mit der AG KSV hinsichtlich der Höhe der Aufnahmepauschale für Asylbewerber auf einen Kompromiss geeinigt, über den sich beide Seiten zufrieden äußerten. Auf Basis der Flüchtlingszahl von 2014 habe das Land die Pauschale pro Person für das kommende Jahr ermittelt. 2017 werde diese auf der Grundlage der Zahlen von 2015 dann noch einmal auf mindestens 10.000 Euro jährlich erhöht. Im laufenden Jahr seien den Kommunen 6.195 Euro pro Flüchtling ausgezahlt worden. Hinzu kämen als Sonderzahlung 120 Millionen Euro aus Mitteln des Landes und des Bundes. Zudem werde die Aufnahmepauschale künftig immer zum Jahresanfang ausgezahlt, ergänzt durch einen Abschlag auf das Folgejahr über 250 Millionen Euro. Die Auszahlung der Pauschale in dieser Höhe werde auch für das Jahr 2018 garantiert. Die Ergebnisse müssten noch in den Gremien der Kommunalen Spitzenverbände und im Niedersächsischen Landtag beraten werden. „Die Integration findet in den Kommunen statt, und mit der Erhöhung der Pauschale haben wir nun die Voraussetzungen dafür geschaffen, auch vor Ort handlungsfähig zu bleiben”, fasste Becker das Ergebnis zusammen.