Die Entwicklung der bei den Arbeitsagenturen (Arbeitslosenversicherung /SGBIII) und bei den Jobcentern (Grundsicherung/SGB II) arbeitslos gemeldeten Männer und Frauen verlief im November tendenziell gleich: Die Arbeitslosenzahl bei den Arbeitsagenturen sank noch einmal gegenüber dem Vormonat um 18 Betroffene auf 3.509 (-0,5 Prozent). Die Zahl der in den Jobcentern arbeitslos gemeldeten Menschen ging um 20 auf 9.160 zurück (-0,2 Prozent). Das ist der niedrigste Stand an Arbeitslosen in beiden Rechtskreisen seit November 2009. Im November des vergangenen Jahres waren noch 652 mehr Männer und Frauen bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosigkeit ist damit insgesamt um 4,9 Prozent zurückgegangen. Die Personengruppe der schwerbehinderten Arbeitsuchenden hat davon weniger profitiert – ihre Zahl sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 17 Personen und damit lediglich um 2,4 Prozent. Im November waren 685 schwerbehinderte Arbeitslose gemeldet, ein Anteil von 5,4 Prozent an allen Arbeitslosen. Arbeitskräftenachfrage Der Stellenzugang hat saisonbedingt im November nachgelassen: 849 neu gemeldete Arbeitsstellen waren 168 weniger als im Vormonat (-16,5 Prozent), aber deutlich mehr als im Vorjahr (+72/+9,3 Prozent). Dass aktuell weniger freie Stellen gemeldet werden, ist für die Jahreszeit typisch. Die Beschäftigten in den Außenberufen wurden von den Arbeitgebern zwar noch nicht im sonst üblichen Umfang entlassen, die Betriebe halten sich aber bei Neueinstellungen mit Blick auf die Wintermonate derzeit zurück. Auch die Saison im Hotel- und Gaststättenbereich ist beendet, so dass hier vorerst kein Personalbedarf besteht. Der Stellenzugang seit Jahresbeginn liegt mit insgesamt 9.856 gemeldeten Arbeitsstellen um 546 deutlich über dem gleichem Zeitraum des Vorjahres (+5,9 Prozent). Ursula Rose, Geschäftsführerin bei der Agentur für Arbeit Hameln, zu der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt: „Obwohl Fachkräfte gesucht werden, haben es schwerbehinderte Arbeitnehmer auch mit guter Qualifikation weiterhin schwer auf dem Arbeitsmarkt. Unsere besonders geschulten Fachkräfte beraten Unternehmen individuell, wie Arbeitsplätze angepasst und Hindernisse aus dem Weg geräumt werden können.” In Deutschland besteht eine Beschäftigungspflicht für alle privaten und öffentlichen Arbeit- geber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen. Die Ausgleichsabgabe ist zu zahlen, wenn nicht mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen besetzt sind. Nach letztem Datenstand waren bei 587 Arbeitgebern im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln sowohl im Jahr 2012 als auch unverändert im Jahr 2013 keine oder anteilig zu wenig schwerbehinderte Arbeitnehmer beschäftigt, so dass diese zur Zahlung einer Aus- gleichsabgabe verpflichtet waren. Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, die aber zum Beispiel im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden. Die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) betrug nach vorläufigen Angaben im November 16.263. Die Unterbeschäftigungsquote lag gegen- über dem Vormonat unverändert bei 8,3 Prozent; im November des vergangenen Jahres hatte sie bei 8,9 Prozent gelegen. Entwicklung in den Landkreisen In den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden brachte der November den ersten leichten Anstieg gegenüber dem Vormonat (HM-PY: +1,1 Prozent; HOL: +1,3 Prozent). Lediglich im Landkreis Schaumburg sank die Arbeitslosenzahl noch einmal deutlich um 2,5 Prozent. Dabei sank sowohl die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen im Bereich der Arbeitsagenturen (Sozialversicherung/SGB III) (- 2,5 Prozent), als auch des Jobcenters (Grundsicherung/SGB II) (- 2,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich liegt die Arbeitslosenzahl in allen drei Landkreisen weiterhin unter dem Vorjahresniveau bei unterschiedlicher Ausprägung – Hameln-Pyrmont -2,4 Prozent, Holzminden -5,5 Prozent und Schaumburg -7,1 Prozent.