Im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln waren im Juli 2.676 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das waren 25,8 Prozent mehr als im Juli vor einem Jahr. Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Menschen, die schon länger im Weserbergland leben, als auch neu hinzugekommene Flüchtlinge. Erstmals kann die Zahl der Flüchtlinge konkretisiert werden, die als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind und sich um Arbeit oder Ausbildung bemühen. Im Juli 2016 waren im Agenturbezirk Hameln 903 Geflüchtete bei den Jobcentern und der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet. Weitere 827 befanden sich in Integrationskursen, Qualifizierungsmaßnahmen oder waren erwerbstätig und suchten eine Stelle. Aus den nachfolgend genannten nicht-europäischen Ländern kamen in den letzten Jahren die meisten Asylerstanträge: Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien. 945 neu zur Besetzung gemeldete Stellen im Juli sind 92 weniger als im vergangenen Monat (-8,9 Prozent). Mit 6.316 seit Jahresbeginn gemeldeten Arbeitsstellen liegt die gesamte Nachfrage in 2016 über dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums (+140/+2,3 Prozent). Ursula Rose, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Hameln kommentiert die aktuellen Arbeitslosenzahlen: „Es mussten sich viele junge Menschen nach abgeschlossener Ausbildung arbeitslos melden, wie in jedem Jahr. Die meisten von ihnen werden in den kommenden Wochen ihre Arbeitslosigkeit wieder beenden, weil sie in Arbeit gehen oder ein Studium aufnehmen. Ausbildung ist langfristig der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit. Für Jugendliche, die noch eine Lehrstelle für dieses Jahr suchen, gibt es weiterhin viele freie Ausbildungsstellen und noch bis November werden neue Ausbildungsverhältnisse abgeschlossen.” Seit Beginn des Berufsberatungsjahres am 1. Oktober 2015 wurden 2.701 Ausbildungsplätze zur Besetzung gemeldet, 50 Ausbildungsstellen mehr als zum gleichen Zeitpunkt des vergangenen Jahres (+1,9 Prozent). Die Zahl der Jugendlichen, die sich bisher auf der Suche nach einer Lehrstelle bei der Berufsberatung als Bewerberinnen und Bewerber gemeldet haben, ist dagegen gegenüber dem Vorjahr um 147 auf 3.028 gesunken (-4,6 Prozent). 841 Lehrstellen waren im Juli noch nicht besetzt. Dem gegenüber standen 819 Jugendliche, die noch keine passende Ausbildungsstelle gefunden hatten.