Im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln waren im Juli 2.815 Ausländer arbeitslos gemeldet, 139 Männer und Frauen mehr als im Vormonat (+5,2 Prozent) und 643 mehr als im August vor einem Jahr (+29,6 Prozent). Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Menschen, die schon länger im Weserbergland leben, als auch neu hinzugekommene Flüchtlinge. Im August waren im Agenturbezirk Hameln 956 Geflüchtete, die als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind und sich um Arbeit oder Ausbildung bemühen bei den Jobcentern und der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet. Weitere 896 befanden sich in Integrationskursen, Qualifizierungsmaßnahmen oder waren erwerbstätig und suchten eine Stelle. Im August wurden 854 Stellen neu zur Besetzung gemeldet - 91 weniger als im vergangenen Monat (-9,6 Prozent). Mit 7.170 seit Jahresbeginn gemeldeten Arbeitsstellen liegt die gesamte Nachfrage in 2016 über dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums (+70/+1,0 Prozent). Im aktuellen Berufsberatungsjahr, das vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September läuft, wurden bisher 2.780 Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet, 72 mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres (+2,7 Prozent). Die Zahl der noch unbesetzten Ausbildungsstellen lag zum Stichtag der Erhebung mit 562 auf dem Niveau des Vorjahres (+6/+1,1 Prozent). Die Gesamtzahl der bei der Berufsberatung gemeldeten ausbildungssuchenden Jugendlichen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich um 161 auf 3.122 gesunken (-4,9 Prozent). Davon hatten am Stichtag 523 Jugendliche noch keine passende Ausbildungsstelle gefunden, deutlich weniger als noch im August 2015 (-176/-25,2 Prozent). Aktuell ist der Ausbildungsmarkt noch in Bewegung, es bleibt abzuwarten, wie er sich bis zum Bilanzstichtag 30. September entwickelt. Die Bilanz zum Ausbildungsstellenmarkt wird am 2. November veröffentlicht. Ursula Rose, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Hameln zum Stand auf dem Lehrstellenmarkt: „Derzeit sind noch viele Lehrstellen unbesetzt und auf der anderen Seite annähernd gleich viele junge Menschen noch auf der Suche nach einer Lehrstelle. Zusätzlich zur demografischen Komponente ist der Trend zum weiterführenden Schulbesuch und Studium ungebrochen, immer weniger Jugendliche entscheiden sich für eine betriebliche Ausbildung.”