LANDKREIS (mk). Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setzte sich auch im September fort: Exakt 700 Menschen weniger waren im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln arbeitslos gemeldet, das entspricht einem Rückgang der Arbeitslosenzahl um 5,3 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 12.440. Die Arbeitslosenquote fiel um 0,3 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent. Wie erwartet, sank die Zahl der jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren deutlich um 251 auf 1.460 (-14,7 Prozent). Sie gingen nach vorübergehenden Arbeitslosigkeit in Arbeit und Ausbildung, oder meldeten sich wegen Schulbesuch oder Studium ab. Dabei baute sich sowohl die Arbeitslosenzahl im konjunkturabhängigeren Bereich bei den Arbeitsagenturen um 172 auf 3.720 ab (-4,4 Prozent), als auch die Zahl der im Bereich der Grundsicherung bei den Jobcentern gemeldeten Arbeitslosen um 528 auf 8.720 (-5,7 Prozent). Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen unterschreitet das Niveau des Vorjahres: 604 Männer und Frauen sind weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als im vergangenen Jahr (-4,6 Prozent). Dabei ist die niedrigere Arbeitslosenzahl im Verhältnis zu September 2015 aber auch darauf zurückzuführen, dass sich wesentlich mehr Menschen in Maßnahmen befinden: Insgesamt nahmen im September 2.224 Männer und Frauen an von Arbeitsagentur und Jobcenter geförderten Maßnahmen teil, sowie an fremdgeförderten Maßnahmen, wie den vom BAMF geförderten Integrationskursen, das waren 789 mehr als im Vorjahresmonat. Diese weiterhin Arbeitssuchenden werden in der Unterbeschäftigung abgebildet. Im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln waren im September 2.705 Ausländer arbeitslos gemeldet, 549 mehr als im September vor einem Jahr (+25,5 Prozent). Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Menschen, die schon länger im Weserbergland leben, als auch neu hinzugekommene Flüchtlinge. Im September waren im Agenturbezirk Hameln 932 Geflüchtete, die als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind und sich um Arbeit oder Ausbildung bemühen bei den Jobcentern und der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet. Weitere 1.009 befanden sich in Integrationskursen, Qualifizierungsmaßnahmen oder waren erwerbstätig und suchten eine Stelle. Es ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen, da noch nicht alle hier lebenden erwerbsfähigen Flüchtlinge auch arbeitslos gemeldet sind. Ursula Rose, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hameln: „Unsere Aufgabe ist es, Flüchtlinge mit speziellen Förderangeboten zu unterstützen, damit sie in Arbeit und Ausbildung integriert werden können. Noch vor der beruflichen Qualifizierung hat dabei die sprachliche Förderung großes Gewicht. Selbst für Helfertätigkeiten sind Deutschkenntnisse erforderlich, denn auch Sicherheitshinweise müssen gelesen und verstanden werden.” Rose wirbt für Geduld bei der beruflichen Integration: „Wir dürfen nicht in Wochen oder Monaten rechnen. Einzelne konnten bereits vermittelt werden, aber schnelle Integrationen in Arbeit oder Ausbildung werden die Ausnahme bleiben.” Im Zuge der Herbstbelebung im September wurden Arbeitskräfte stärker nachgefragt: 934 Stellen wurden neu zur Besetzung gemeldet - 80 mehr als im vergangenen Monat (+9,4 Prozent). Mit 8.104 seit Jahresbeginn gemeldeten Arbeitsstellen liegt die gesamte Nachfrage in 2016 über dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums (+114/+1,4 Prozent). 2.705 offenen Stellen sind derzeit im Bestand, der deutlich über dem von September 2015 liegt (+345/+14,6 Prozent).