Heidi Niemeyer ist für das DRK als hauptamtliche Kraft für vier Standorte verantwortlich. Die Ausgabestellen werden ausschließlich von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern betreut. Niemeyer macht deutlich, dass es für sie nicht in Frage komme, bestimmte Gruppen von der Versorgung auszuschließen. Komme es mal zu Problemen, auch mit deutschen Tafelbesuchern, dann werde immer das direkte Gespräch gesucht und vermittelt. Zustände, wie sie die Tafel in Essen beschreibt, seien aber nicht zu beobachten. Im Gegenteil: An den Standorten der DRK-Tafeln sind viele arabisch sprechende Helferinnen und Helfer dazu gekommen, die bei Bedarf übersetzen können und sich auch anderweitig einbringen. Sicherlich hätte der erhöhte Ausländeranteil insbesondere bei den älteren Tafelbesuchern zu Unsicherheit geführt, darauf hätten die Tafeln mit einem speziellen „Rentnertag” reagiert – immer mittwochs haben Seniorinnen und Senioren (natürlich auch ausländische) nur die Möglichkeit, sich in Ruhe mit Lebensmitteln zu versorgen. Das Angebot, so Niemeyer, werde sehr gut angenommen und habe sich bewährt. Grundsätzlich würden die Betroffenen das Angebot der Tafel sehr zu schätzen wissen, auch die ausländischen. Diese würden die Tafel gerade in den Sommermonaten auch als einen kommunikativen Treff verstehen und sich untereinander austauschen.