Die Linke Schaumburg hat bei ihrer Wahlversammlung zehn Kandidaten für die Kreistagswahl im September 2026 aufgestellt. Damit vergrößerte sie das Feld gegenüber der letzten Wahl deutlich.
„Gerade die hohe Anzahl an jungen Kandidierenden erfreut uns als Kreisvorstand“, unterstreicht Mareike Weihmann in einer Pressemeldung. Auch die „überwältigende Bereitschaft“ der neueren Mitglieder der Partei Verantwortung in den Kommunalparlamenten zu übernehmen, zeuge von einer hohen Motivation, in den Räten politisch aktiv zu sein.
Für den Kreistag stellt die Linke Schaumburg ein Spitzenteam aus Mareike Weihmann, Jan Fischer und Lena Busker. „Wir freuen uns über das Vertrauen und die breite Unterstützung unserer Genoss*innen“, so Weihmann. Im Kreistag würden sie einen Fokus auf die Themen Bildung, sozialer Wohnungsbau und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen. „Bildung entscheidet über die Teilhabe einer jeden Einzelnen– und über die Entwicklung unserer Region. Schulen sollten neben Lern- auch Wohlfühlorte sein, gleichzeitig sind sie kein Allheilmittel für unsere Krisen. Lehrer*innen können nicht jedes soziale Problem ausbaden“, formuliert Weihmann Daher setze sich die Linke für eine Förderung von multiprofessionellen Teams und die Unterstützung von Kooperationen mit außerschulischen Bildungs- und Kulturträgern ein. Eine Bildungskonferenz, wie sie andere Landkreise bereits eingeführt haben, sei ein Vorschlag, den „wir mitbringen, um Kooperationen und den Dialog zwischen Verantwortlichen zu fördern“.
Fischer ergänzt: „Die Wohnungskrise ist längst in Schaumburg angekommen: Zwischen 2021 und 2024 sind die Mieten bei Neuvermietungen um satte 21 Prozent gestiegen. Das ist für viele kaum noch zu stemmen.“ Gleichzeitig würden bezahlbare Wohnungen fehlen. Das treffe besonders junge Menschen, Familien und Menschen mit einer Behinderung hart. „Deshalb setzen wir uns für sozialen Wohnungsbau ein, der für alle da ist: für Ältere, für Familien, für Menschen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind“, so Fischer. Zudem sei es Ziel der Linken, innovative Wohnformen zu fördern, „in denen die Generationen sich gegenseitig unterstützen können.“ „Ein gutes und würdevolles Leben für alle– das ist unser Ziel“, so Busker. Eine Politik der Ausgrenzung gefährde die Demokratie.
Die Linke Schaumburg sehe Menschen in ihren Lebensrealitäten und setze sich für eine transparente und beteiligende Kommunalpolitik ein. Solidarität bedeute, dass die Stärkeren die Schwächeren schützen. „Mit diesem Fokus setzen wir uns für Kommunen ein, die sich um die Menschen sorgen, die niemanden zurücklassen, in denen Armut und jegliche Form von Ausgrenzung aktiv bekämpft wird“, so Lena Busker.
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