Der Förderverein ehemalige Synagoge Stadthagen hat mit Unterstützung einer Reihe von Spendern eine Skulptur der in Auschwitz ermordeten Clara Asch erstellt. Das Denkmal soll an das Schicksal der in Schaumburg und Stadthagen verfolgten Juden erinnern, es wird am 5. Mai erstmals öffentlich präsentiert.
Der Verein ehemalige Synagoge lädt alle interessierten Bürger zur feierlichen Enthüllung der Skulptur ein. Diese findet am Dienstag, dem 5. Mai, um 17 Uhr auf dem Gelände der ehemaligen Synagoge in Stadthagen statt.
Grundlage des vom Künstler Frieder Korff geschaffenen Denkmals ist eine Fotografie aus dem Jahr 1938, die im Zusammenhang mit der Reichspogromnacht entstand. Das Bild zeigt, wie Clara Asch mit zwei Koffern in der Hand neben dem historischen Rathaus auf den Stadthäger Markplatz tritt. Asch, Inhaberin eines Kurzwaren- und Schuhgeschäftes in der Niedernstraße, wurde wie weitere jüdische Bürger damals festgenommen. Frauen sollten eigentlich nicht verhaftet werden. Darum wurde Clara Asch am nächsten Tag auch wieder aus dem Gefängnis entlassen. Gerettet hat sie das nicht. Die Nazis deportierten sie 1942 zusammen mit ihrer Schwester Pauline in das KZ Auschwitz, wo sie ermordet wurden.
Der Verein ehemalige Synagoge Stadthagen wird die Skulptur nun am 5. Mai auf dem Gelände der Synagoge enthüllen. Alle Interessierten Bürger sind zu dem Termin eingeladen.
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