Serak und Schulzik machen seit fast 27 Jahren zusammen Musik – sie sind Gründungsmitglieder der „Nice Guys”. In ihrem neu entwickelten Programm machen sich die beiden „alten Hasen” darüber Gedanken, wie alles angefangen hat und welche Titel ihr Leben – besonders die Jugend in den 80ern - geprägt haben. Da Schulzik bekennender „Metalhead” und Serak „Bluesman” ist, werden im Wechsel überwiegend Songs aus diesen Musikrichtungen gespielt. Schulziks röhrende Stimme und Seraks Steel Guitar geben den Liedern einen ganz eigenen Sound – klar, weitere unterstützende Instrumente gibt es ja auch nicht. Aber BB King, Fats Domino, Iron Maiden und Judas Priest sind auf diese Weise immer noch gut zu erkennen und erhalten einen neuen Reiz. Die dazu erzählten Geschichten machen ebenfalls richtig Spaß, besonders denen, die auch in den 80ern groß geworden sind. „Meine erste Lieblingsband war ELO”, verrät Schulzik – und Serak stimmt „Hold on tight” an. Serak erzählt von seinem ersten Monoplattenspieler in orange – wo sich sein Begehren doch auf einen Hifi-Turm richtete - und von einer Mopedtour, bei der seine (nicht orange) Vespa die ganzen coolen (orangen) Kreidlers, und Zündaps alt aussehen ließ. Es folgen Geschichten von ersten Feten, Mädchen, Schwofen und Alkohol – nette Anekdoten einfach, die beim Publikum für viel Gelächter und Wiedererkennungseffekte sorgen. Und die Musik birgt den Abend über durchaus Überraschungen. Neben ELO spielen die Musiker auch Songs von den Bee Gees, von Maffey oder der kaum bekannten 80er-Band „Herne 3”– alles Lieder, die weder Blues noch Metal zuzuordnen sind. Dazu kommen natürlich auch Songs der Nice Guys. „Wir spielen einfach das, was uns geprägt hat”, schmunzelt Schulzik, der bei „Immer wieder aufstehn” von Herne 3 einen Lachflash bekommt. Googelt das mal bei youtube”, wird ein „Running Gag” des Abends, an dem Schulzik und Serak selbst so viel Spaß haben, dass sie über zwei Stunden lang keine Pause brauchen. Die nächste Möglichkeit, sich das Programm anzuhören, ist am 1. Juni im Hofcafe in Peetzen. Foto: pp