Die Berufsbildenden Schulen (BBS) Stadthagen haben einen neuen Schulleiter, Robert Volkheimer aus Bad Münder übernahm die Stelle kürzlich. Gemeinsam mit dem Kollegium werde er zum Beispiel an der Stärkung der Kooperation mit anderen Schulen und Betrieben arbeiten sowie die Möglichkeiten von selbstorganisiertem, individualisiertem Lernen erweitern, wie der Pädagoge ankündigte.
Er werde in Stadthagen eine „gut aufgestellte Schule“ leiten, geprägt vom großen Engagement des Kollegiums und allen sonstigen handelnden Personen. Der Landkreis als Schulträger sorge für eine moderne Ausstattung. Auch mit den Partnern in der dualen Ausbildung bestehe eine enge Zusammenarbeit. Die BBS sei alles andere als eine Brennpunktschule. Schon kurz nach dem Start seiner Tätigkeit könne er festhalten, „ich werde nicht weglaufen“, so der verheiratete Vater zweier Kinder lächelnd.
Volkheimer wechselte von der Eugen-Rentjes-Schule in Hameln nach Stadthagen, zuletzt war er dort als kommissarischer Schulleiter tätig. Kontakt zur BBS in der Kreisstadt knüpfte er bereits, als er mit Sven Janßen eine Fortbildung absolvierte. Sven Janßen ist stellvertretender Schulleiter der BBS-Stadthagen. Er leitete die Schule über einen Zeitraum von einem Jahr und neun Monaten kommissarisch, als der Posten des Schulleiters unbesetzt war. Im Austausch der beiden Pädagogen habe er sich bereits einen Eindruck von der Berufsschule in Stadthagen verschaffen können, so Volkheimer. Zudem habe auch die kurze Distanz zu seinem Wohnort in Bad Münder dafür gesprochen, sich um die Stelle zu bewerben, wie Robert Volkheimer ausführte.
Trotz der guten Ausgangsposition gelte es, in verschiedenen Feldern aktiv zu sein, um die Schule weiterzuentwickeln. Dazu zähle als wichtige Säule, die Berufsorientierung in der Schullaufbahn von Kindern und Jugendlichen weiter zu stärken. Dazu sei unter anderem eine noch weitergehende Zusammenarbeit mit allgemeinbildenden Schulen anzustreben. Schon in der Grundschulzeit könnten Mädchen und Jungen sowie ihre Eltern über Projekte an das Thema Berufsorientierung herangebracht werden. Verstärkte Netzwerkbildung mit anderen BBS, allgemeinbildenden Schulen und Betrieben sei nicht nur in diesem Feld wichtig.
Außerdem strebt Volkheimer an, neue pädagogische Konzepte verstärkt an der BBS zur Umsetzung zu bringen. Der Lehrer werde zunehmend zum Lernbegleiter, der die Schüler beim stärker selbstorganisierten Lernen unterstütze.
Hinzu komme das wichtige Thema Demokratiebildung, die nicht nur auf den Politikunterricht zu beschränken sei. Projekte wie „Schule ohne Rassismus“ oder Werte und Medienbildung würden weitere Möglichkeiten bieten.
Sven Janßen betonte, wie wichtig es für die BBS sei, dass die Vakanz in der Schulleiterposition beendet sei. Zwar habe er als kommissarischer Schulleiter auch eine sehr wertvolle Unterstützung durch das Team der Abteilungsleiter erhalten. Mit dem größeren Zeitbudget als Duo in der Schulleitung bestünden nun jedoch wieder weit umfangreichere Möglichkeiten zum Austausch und zur konzeptionellen Entwicklung.
Robert Volkheimer absolvierte die Ausbildung zum Nachrichtengeräte-Mechaniker und Kfz-Mechaniker bevor er das Lehramtsstudium aufnahm. Vor seiner Station in Hameln unterrichtete er auch in Berlin und Stralsund.
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