Schaumburger Wochenblatt
  1. Jetzt kürzt der Kollege Roboter den Rasen

    Baubetriebshof der Stadt macht gute Erfahrungen mit neuen Geräten / 90 Prozent weniger CO2-Emissionen

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    STADTHAGEN (bb). Ein Großflächenmähroboter mäht selbständig den Rasen im Jahnstadion, ein funkferngesteuerter Böschungsmäher kraxelt die Hänge hinauf. Der Baubetriebshof Stadthagen hat zwei neubeschaffte Geräte vorgestellt, die den Mitarbeitern die Arbeit erleichtern und mit denen die Flächen schneller abgearbeitet werden können. Auf seinen vier Rädern klettert der Böschungsmäher problemlos den Tribünenwall am Jahnstadion hinauf und hinunter. Per Fernsteuerung gelenkt von einem Mitarbeiter, schneidet und mulcht er den Rasen an solchen schwer zugänglichen Lagen. Früher schob das Baubetriebshof-Team hier Handmäher hinauf und hinunter oder legte mit der Motorsense los. "Das werden sie kaum mit Rücken- oder Kniebeschwerden bis ins Alter von 65 Jahren machen können", erklärte Christian Schütz, Leiter des Baubetriebshofes. Das neue Gerät gebe die Möglichkeit auch scherbehinderte Mitarbeiter oder solche in höherem Alter für diese Tätigkeiten einsetzen zu können. Ebenso werde das Unfallrisiko verringert. Die Stadtverwaltung habe mit dem Kauf des Gerätes auf Erkenntnisse des betrieblichen Gesundheitsmanagements reagiert, hielt Schütz fest. Beim Einsatz im Stadion, auf Böschungen auf den Wallanlagen oder Kinderspielplätzen, Gräben oder Obstwiesen mit tiefhängenden Ästen zeige der Mäher mit seiner Steigfähigkeit von 40 Prozent (mit Seilwinde 55 Prozent) zudem, dass sich eine höhere Effizienz erreichen lasse. Zudem könne mit diesem auch ein Mitarbeiter tätig werden, bei Motosensen müsse wegen der Unfallgefahr stets ein Team aktiv werden. Den Rasen im Jahnstadion und in der Helmut-Paul-Sportanlage kürzen Großflächenmähroboter weitgehend selbständig. So werden Personalstunden eingespart, die freiwerdenden Kapazitäten könne der Baubetriebshof für die Verbesserung des Stadtbildes nutzen, erklärte Christian Schütz. Weitere Vorteile würden hinzukommen. So sei der Rasen immer perfekt gepflegt, weil der Roboter in jeder Nacht unterwegs sei, mit sehr scharfen Messern gleichmäßig kürze und Mulche. Auch sei bereits eine höhere Rasenqualität festzustellen durch den sauberen Schnitt. Mit dem leichteren Roboter werde die Erde nicht so verdichtet wie mit den sonst eingesetzten großen Schleppern. 90 Prozent weniger CO2-Emissionen, weniger Dünger und geringere Betriebskosten kämen hinzu. Der Böschungsmäher kostete die Stadt rund 40.000 Euro, ein Großflächenmähroboter rund 14.300 Euro. Foto: bb

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