Schaumburger Wochenblatt
  1. Der Betrieb im Impfzentrum Schaumburg läuft

    Über 80-Jährige erhalten Impfschutz / Konzept funktioniert

    Dieser Eintrag wird bereitsgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    LANDKREIS (bb). 306 über 80-Jährige haben am Montag ihre Schutz-Impfung im Impfzentrum in Stadthagen bekommen. Damit ist der Impfbetrieb in der Festhalle angelaufen, bis Freitag waren insgesamt 960 Termine für Senioren vergeben. Auf Grundlage der sich langsam steigernden Liefermengen von Impfstoffen startete das Impfzentrum in den Regelbetrieb. Damit weitet sich der Kreis der Bürger aus, die den schutzbietenden Stich in den Arm erhalten. Zunächst hatten mobile Impfteams vor allem die Bewohner von Senioren- und Pflege-Einrichtungen versorgt. Nun kommen auch die über 80-Jährigen an die Reihe, die in den eigenen vier Wänden wohnen. Thomas Bremer vom DRK-Kreisverband, organisatorischer Leiter des Impfzentrums, und Doktor Ingolf Kunze, ärztlicher Leiter, berichteten am frühen Montagnachmittag von einem nahezu reibungslosen Betriebsstart in der Einrichtung. 166 Senioren hatten in der ersten Schicht ihre Impfung mit dem Impfserum von Biontech/Pfizer erhalten. Viele waren schon vor ihrem eigentlichen Termin gekommen, eine Situation, die jedoch problemlos zu bewältigen gewesen sei. Das bereits in einem Probelauf getestete Konzept habe sich bewährt, erklärte Thomas Bremer. Eckhard Ilsemann, zuständig für das DRK-Projektmanagement, hielt gemeinsam mit Bremer und Kunze fest, dass die Impfdurchläufe in ruhiger Atmosphäre und ohne größere Wartezeiten abgelaufen seien. Es sei spürbar, dass die Menschen sich freuen würden, die Impfung zu erhalten, so Kunze. Zudem führte der ärztliche Leiter aus, dass bis zu diesem Zeitpunkt keiner der Geimpften von spürbaren Nebenwirkungen oder anderen Schwierigkeiten berichtet habe. Wegen des befürchteten Eisregens räumte das Impf-Team kurzerhand einen Ausweichtermin für die Senioren ein, die Montag nicht zur Festhalle kommen mochten. Mit 306 Impfungen bei 320 vergebenen Terminen wurde die geplante Zahl an diesem Tag trotzdem nahezu erreicht. Mittwoch und Freitag ging der Impfbetrieb für Über-80-Jährige weiter, für beide Tage wurden jeweils 320 Termine vergeben. Auch am Dienstag und Donnerstag wurden Impfungen im Zentrum vorgenommen. An diesen Tagen erhielten Mitarbeiter von Senioren- und Pflegeheimen sowie von Krankenhäusern ihre Schutzimpfung mit dem Astrazeneka-Vakzin. Deutlich gezeigt habe sich, dass die Spielräume vorhanden seien, die Zahl der Impfungen pro Tag noch deutlich zu erhöhen, wie Thomas Bremer festhielt. 600 bis 1.000 Impfungen seien im Vollbetrieb möglich. Voraussetzung für eine Steigerung ist, dass der derzeitige Engpass bei den Impfstoffliegerungen überwunden wird. Sehr hilfreich wäre es, wenn die zur Impfung Geladenen Anamnese- und Einwilligungsbögen bereits ausgefüllt mitbringen würden. Diese können über den Internetauftritt des Robert-Koch-Institutes www.rki.de/de/content/infekt/impfen/materialien/covid-19-aufklaerungsbogen-tab.html heruntergeladen und gedruckt werden. Im Normalfall sollten diese jedoch auch mit der Einladung zur Impfung per Post oder E-Mail eingehen. Ebenso sind die Terminbestätigung mit QR-Code, ein Lichtbildausweis und soweit vorhanden der Impfausweis mitzubringen. Sinnvoll sei ebenso Kleidung, mit der sich der Oberarm für den "Impf-Piks" rasch freimachen lässt. Eine Einbahnstraßenregelung erlaubt den bequemen Ausstieg direkt vor der Eingangstür. Klaus Heimann, Erster Kreisrat in der Landkreisverwaltung wies darauf hin, dass sich die Festhalle in Stadthagen mit ihrer großen Fläche, Raumhöhe und einer modernisierten Lüftungsanlage sehr gut für die Nutzung als Impfzentrum eigne. Unter www.schaumburg.de/Coronavirus/Covid-19-Impfung/ informiert der Landkreis im Internet über Impfung und Impfzentrum. Foto: bb

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an