Wie gelingt der ideale Übergang von der Schule in die Arbeitswelt? Auf diese zentrale Frage lieferte die Veranstaltung der Initiative „BERUFSWEG“ im Hotel „Der Waldkater“ am Donnerstag überzeugende Antworten. Über 30 beteiligte Firmen aus dem gesamten Landkreis Schaumburg und darüber hinaus folgten der Einladung, um sich über innovative Konzepte zur Fachkräfte- und Nachwuchssicherung auszutauschen, ganz nach dem Motto „In Schaumburg bleiben lohnt sich”. Das durchweg positive Echo der teilnehmenden Unternehmen unterstreicht, wie wichtig neue Wege der Vernetzung in der Region sind.
Neue Wege der Begegnung: Schule und Wirtschaft im Dialog
Die Region bietet jungen Menschen hervorragende Perspektiven durch engagierte Ausbildungsbetriebe, innovative Unternehmen und vielfältige berufliche Chancen. Dennoch sind vielen Schulabgängern die attraktiven Arbeitgeber direkt vor der Haustür oft unzureichend bekannt. Genau hier setzt das Konzept an, das vom Schaumburger Wochenblatt, regionalen Partnern sowie der Initiative „BERUFSWEG“ getragen wird. Ziel ist es, Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt einfach, schnell und ohne unnötige Hürden zusammenzubringen.
Bürgermeisterin Andrea Langes Botschaft daher: „Berufsweg trifft genau den Nerv. Hier finden Unternehmen und junge Ausbildungssuchende zusammen. Bislang basieren Entscheidungen für Arbeitsplätze junger Leute auf einer unzureichenden Informationsbasis, und deshalb gibt es eine hohe Abbruchquote. Wir können uns aber den Talentverlust nicht leisten.”
Lars Grewe - Geschäftsführer der UP CONSULTING GmbH und Gründer der BERUFSWEG-App - erläutert in einem kurzweiligen und engagierten Vortrag, wie alles entstanden ist: „Wir stehen heute an einem Punkt, wo wir eine komplett neue Kommunikation zwischen den Schüler:innen und den Betrieben erschaffen können“. In der Lebensphase von 14 bis 21 Jahren, werden viele Weichen für die Jugendlichen gestellt. Eine - wenn nicht die wichtigste Weiche - ist der Kontakt in die Realität, in die Betriebe. Zu den Menschen, welche einem zeigen, was geht … und vielleicht auch was nicht.
Grewe deshalb auch: „Ich hatte vor 31 Jahren eine Vision. Schülerinnen und Schüler sollen den richtigen Partner für das Berufsleben finden.”
Denn es laufen da draußen ganz viele Rohdiamanten herum und die müssen wir finden und mit Unternehmen vernetzen. Die jungen Leute wissen häufig nicht, wer sie sind, was sie können, was sie wollen und wie sie jemanden erreichen können. Das will ich ändern und freue mich darüber, dass es in Rinteln eine so große Unterstützerschaft für den Berufsweg gibt.”
Praxisnahe Konzepte: Vom Berufsweg-Parcours zur Digitalisierung
Die BERUFSWEG-App ermöglicht den Jugendlichen sich zu bewerten, zu hinterfragen, Ziele zu fixieren und Kompetenzen zu ermitteln. Aber ohne den finalen Kontakt zur Außenwelt macht das wenig Sinn. Deshalb wurde im BERUFSWEG-Portal neben dem integrierten Stellenportal mit Ausbildungsplätzen und dualen Studium-Möglichkeiten jetzt noch die „PRAKTIKUM-AMPEL“ freigeschaltet. Im Zentrum der Initiative stehen erprobte und zukunftsweisende Ansätze, darunter der Berufsweg-Parcours: Jugendliche erkunden in Kleingruppen verschiedene Berufsfelder hautnah an Schulen und knüpfen erste direkte Kontakte zu Betrieben. Darüberhinaus gibt es digitale Unterstützung: Eine moderne, webbasierte und mobil nutzbare Plattform vernetzt Schulen, Schüler und Unternehmen auf innovative Weise. Sie schafft Orientierung und fördert den direkten Austausch in der Sprache der heutigen Jugend. Das Projekt wird professionell begleitet durch UP-Consulting: Das Unternehmen unterstützt Schulen durch Vorbereitungsseminare, Kompetenzanalysen und persönliche Reflexionsprozesse nach dem Motto: „Was kann ich? – Was will ich?“. Dadurch entsteht maximale Transparenz über die regionalen Karrierechancen.
Starke Partner für die Zukunft der Region
Der Erfolg der Veranstaltung und der gesamten Initiative basiert auf einem starken regionalen Netzwerk. Die Stadt Rinteln begrüßt das Engagement ausdrücklich. Die erfolgreiche Fachkräftesicherung wurde von den Vertretern als unverzichtbare Grundlage für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit der Region hervorgehoben. Die Sparkasse Schaumburg unterstützt das Konzept von UP-Consulting seit Jahrzehnten als starker regionaler Partner. Ihre finanzielle Förderung leistet einen entscheidenden Beitrag dazu, die Berufsorientierung nachhaltig an den Schulen zu verankern. Das Schaumburger Wochenblatt begleitet die Initiative gemeinsam mit der Schaumburger Zeitung verlässlich als Medienpartner.
Neue Wege gehen mit „Berufsweg”
Die Veranstaltung im „Waldkater“ hat eindrucksvoll gezeigt, dass die heimische Wirtschaft bereit ist, neue Wege in der Nachwuchsförderung zu gehen. Durch die enge Verknüpfung von Schule, moderner Technik und regionaler Wirtschaft schafft es „BERUFSWEG“, dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen und jungen Menschen in Schaumburg glänzende Perspektiven für ihre berufliche Zukunft aufzuzeigen. „BERUFSWEG” gibt es schon seit 7 Jahren. Über 100 Schulen mit über 1.000 Lehrkräften sind in Niedersachsen schon dabei. Im Landkreis Schaumburg – so das erklärte Ziel – sollten alle Schulen und möglichst alle Betriebe in das BERUFSWEG-System eingebunden werden.