Der Fliegerhorst führt regelmäßig Trainingsmaßnahmen zur Vorbereitung auf besondere Situationen durch. Neben den bekannten Ausbildungsflügen des Transportflugzeugs A400M finden innerhalb der Liegenschaft zahlreiche weitere Übungen statt. Auch die technischen und baulichen Absicherungen des militärischen Sicherheitsbereichs werden fortlaufend modernisiert. Dazu gehören unter anderem der Austausch von Zäunen und die Erneuerung von Wällen. Das Lufttransportgeschwader 62 betont, dass die Belastungen für die Bürger auf das erforderliche Maß reduziert werden sollen. Erhöhte Flugbewegungen oder größere Übungsvorhaben werden grundsätzlich angekündigt, sofern die militärische Sicherheit dies zulässt.
Für die Zeit vom 14. bis 16. April ist ein seit längerem geplantes größeres Übungsvorhaben vorgesehen. In der 16. Kalenderwoche wird zudem eine taktische Überprüfung durchgeführt. Diese erfolgt im Auftrag der NATO und soll die Leistungsfähigkeit des Verbandes unter verschiedenen Bedrohungslagen – insbesondere hybrider Natur – bewerten. Dafür sind verstärkte Absicherungsmaßnahmen, ein erhöhtes Übungsaufkommen und gegebenenfalls ein durchgehender 24-Stunden-Betrieb eingeplant. Während der gesamten Übungsdauer werden unterschiedliche Szenarien simuliert und Abläufe trainiert. Dies führt zu einer sichtbar verstärkten militärischen Präsenz. Auch der Straßenverkehr an den Zufahrtswegen des Fliegerhorstes kann spürbar beeinträchtigt sein.
Das Vorhaben ist seit dem vergangenen Jahr geplant und steht in keinem Zusammenhang mit den derzeitigen Konflikten im Nahen Osten. Der Fliegerhorst weist darauf hin, dass vergleichbare Übungen regelmäßig stattfinden und für Sicherheit, Ausbildung und Einsatzbereitschaft notwendig sind. Gleichzeitig wird weiterhin Wert darauf gelegt, die Auswirkungen auf die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.