Die Martins-Gemeinde Hohnhorst lädt für Freitag, den 20. November, um 19.30 Uhr zu einem Männerabend ins Gemeindehaus ein. Ein außergewöhnlicher Gastreferent wird dazu erwartet: Bruder Schorsch Westermeyer von der Evangelischen Kommunität „Christusträger“ aus Triefenstein.
Er war mehr als fünfzig Jahre im humanitären Einsatz in Afghanistan. So kann über ein halbes Jahrhundert voller Begegnungen, Herausforderungen, Gefahren und bewegender Erfahrungen berichten Was bringt einen Menschen dazu, sein Leben so lange in einem Land zu verbringen, das von Krieg, Terror und politischen Umbrüchen erschüttert wird? Was trägt, wenn ringsum die Welt aus den Fugen gerät?
Daruf wird Schorsch Westermeyer in seinem Vortrag Antworten geben. 1971 führte ihn sein Weg nach Afghanistan. Was zunächst als christlicher Hilfseinsatz begann, wurde zu einer Lebensaufgabe. Als gelernter Schlosser engagierte er sich gemeinsam mit anderen Brüdern zunächst für Leprakranke in einer abgelegenen Bergwüste. Später half er in Kabul, technische Werkstätten aufzubauen, Krankenhäuser zu unterstützen und einheimische Mitarbeiter auszubilden. „Es ging um weit mehr als handwerkliche Hilfe: Menschen sollten neue Perspektiven bekommen und lernen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen“, so die Kirchengemeinde in einer Pressemeldung.
Dabei erlebte Schorsch Westermeyer Afghanistan nicht nur als faszinierendes Land mit beeindruckender Kultur und herzlichen Menschen, sondern auch als Schauplatz von Jahrzehnten voller Gewalt und Unsicherheit. Sowjetische Besatzung, Bürgerkrieg, Taliban-Herrschaft und erneute politische Umbrüche prägten das Land und damit auch seinen Alltag.
Auf die Zuhörer warten Einblicke in ein fremdes Land, „persönliche Geschichten aus einem bewegten Leben und Impulse, die auch für Männer hierzulande Ermutigung für schwierige Situationen geben können“. Auch bei diesem Männerabend gibt es einen Abendimbiss und Getränke. Der Eintritt ist frei.