In der zweiten Oktoberwoche hat das Schaumburger Wochenblatt eine Umfrage gestartet, um einen Eindruck von Raserei und Autoposern im Landkreis zu gewinnen. Aus Rinteln und dem Auetal kommen räumlich verteilte Hinweise statt vieler Nennungen zu einer einzigen Straße, es gibt aber einige „Hotspots”.
Die B238 im Bereich Steinbergen beziehungsweise Richtung Steinbergen erscheint in zwei Ortsmeldungen. Weitere Angaben betreffen die Kurt-Schumacher-Straße, die Schulstraße und die Ostertorstraße in Rinteln sowie Straßen in Krankenhagen, Möllenbeck und Deckbergen. Im Auetal werden Kathrinhagen, Rolfshagen und die Strecke zwischen Escher und Antendorf genannt.
Wie weit dabei die Geräuschkulisse aufgrund von Rasern nach der Wahrnehmung eines Anwohners reichen, zeigt eine Antwort aus Eisbergen: „Ich wohne in der Eiserbachsiedlung und höre es von Wesergold so weit rüber.“ Der Teilnehmer berichtet, zunächst das Ordnungsamt und auch die Polizei angesprochen zu haben. Welche Maßnahmen daraus folgten, bleibt aber offen. Insgesamt wurde aber immer wieder geschrieben, dass man sich mehr sichtbare Kontrollen, egal ob stationär oder mobil, wünscht, und generell mehr Polizei-Präsenz.
Eine weitere Rückmeldung beschreibt Kontakte mit mehreren Stellen: „Gespräche mit dem Landkreis, der Polizei und dem Ordnungsamt in Rinteln haben bereits stattgefunden, jedoch ohne klares Ergebnis.“ Ein konkreter Straßenabschnitt wird darin nicht genannt. Ausführlicher fällt die Schilderung zur Kathrinhagener Straße aus. Ein Einsender aus dem Auetal kritisiert hohes Tempo und unübersichtliche Situationen an der Kreuzung Richtung Poggenhagen. Er spricht auch das Verhalten von Fußgängern auf der Fahrbahn an und schlägt einen Kreisverkehr vor.
Für die Strecke zwischen Escher und Antendorf verbindet ein Teilnehmer die Sorge über schnelle Fahrzeuge mit einer Frage zur Busführung. Aus Rolfshagen wird der Wiesengrund genannt.
Die freiwillige Umfrage ist nicht repräsentativ und ersetzt weder Messungen noch eine Prüfung einzelner Vorfälle. Die Angaben zeigen aber sehr deutlich, wo Leser massive Probleme wahrnehmen. Lesen Sie dazu mehr auf Seite 3.
Gespräche mit dem Landkreis, der Polizei und dem Ordnungsamt in Rinteln haben bereits stattgefunden, jedoch ohne klares Ergebnis.