Ratsbeschlüsse kompakt: Finanzpanne und Hallenbad-Debatte | Schaumburger Wochenblatt

16.10.2026 17:38

Ratsbeschlüsse kompakt: Finanzpanne und Hallenbad-Debatte

Das Schwimmerbecken im sanierten Hallenbad „Rinorca“ bekommt jetzt den finalen Belag. Über die Außengestaltung gibt es derzeit Diskussionen. (Foto: ste)
Das Schwimmerbecken im sanierten Hallenbad „Rinorca“ bekommt jetzt den finalen Belag. Über die Außengestaltung gibt es derzeit Diskussionen. (Foto: ste)
Das Schwimmerbecken im sanierten Hallenbad „Rinorca“ bekommt jetzt den finalen Belag. Über die Außengestaltung gibt es derzeit Diskussionen. (Foto: ste)
Das Schwimmerbecken im sanierten Hallenbad „Rinorca“ bekommt jetzt den finalen Belag. Über die Außengestaltung gibt es derzeit Diskussionen. (Foto: ste)
Das Schwimmerbecken im sanierten Hallenbad „Rinorca“ bekommt jetzt den finalen Belag. Über die Außengestaltung gibt es derzeit Diskussionen. (Foto: ste)

In seiner letzten Sitzung beschloss der Rintelner Stadtrat wichtige Weichenstellungen für zwei zentrale Projekte. Für das historische Gebäude der ehemaligen IGS in der Klosterstraße 18 zeichnet sich nach verworfenen Plänen einer teuren Eigennutzung eine wirtschaftliche Nutzung durch den Landkreis ab, der dort eine Nebenstelle des Gesundheitsamtes sowie die Kreisjugendmusikschule unterbringen möchte; die dazugehörige Turnhalle bleibt erhalten, während derzeit genaue Umbaukosten ermittelt werden. Zudem brachte der Rat ein bedeutendes Radverkehrsprojekt auf den Weg, indem er außerplanmäßige Mittel freigab, um eine Bundesförderung aus dem Programm „Junge Generation Fahrrad“ zu sichern. Damit soll bis Ende 2027 der Ausbau der Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße sowie der Lückenschluss des Wirtschaftswegs von Exten nach Rinteln entlang der Sassenbergschen Kiesteiche umgesetzt werden.

Bürgermeisterin sichert „lückenlose Aufklärung“ zu

Ein steuerrechtlicher Fehler im Amt für Finanzen der Stadt Rinteln sorgt für Unruhe, da der Stadt dadurch ein Schaden von rund 650.000 Euro entstanden sein könnte. Bürgermeisterin Andrea Lange kündigte nach einem 16 Fragen umfassenden Katalog von Prof. Dr. Gert Armin Neuhäuser (RI-Fraktion) eine lückenlose interne Aufklärung an und beauftragte zusätzlich die Kanzlei Dombert Rechtsanwälte mit einer externen juristischen Prüfung. Der Vorfall belässt es nicht bei finanziellen Fragen: Bastian Kautscha, unterlegener Kandidat der RI-Fraktion bei der Bürgermeisterwahl, legte Wahleinspruch ein, da Lange nach seiner Ansicht die Unregelmäßigkeiten vor der Wahl bewusst verschwiegen haben soll. Der neue Rintelner Rat entscheidet am 5. November über den Einspruch, wobei Wahlleiter Maximilian Schneider vorab mitteilte, dass voraussichtlich keine Einspruchsgründe vorliegen. Lange bat um Verständnis, dass wegen kommunalrechtlicher Vorgaben vorerst keine weiteren Details genannt werden können.

Kritik an der „Lady in Black“

In der Rintelner Bürgerfragestunde kritisierte der Anwohner Norbert Vorbeck die dunkle Farbgestaltung des neuen Hallenbades („Lady in Black“) sowie den Namen „Rinorca“ und bemängelte die fehlende Einbindung der Bevölkerung. Stadtwerke- und Bäderchef Ulrich Karl wies die Kritik zur Gestaltung mit Verweis auf frühzeitig vorgelegte Pläne und Bauschilder zurück und kündigte ergänzende Grünbepflanzungen an. Bei einer Führung des Stadtmarketingvereins Pro Rinteln bekräftigte Karl den geplanten Eröffnungstermin im Dezember 2026. Das modernisierte Bad verfügt über drei Beckenbereiche für Schwimmer, Kurse und Kinder, ist für Wettkämpfe geeignet und setzt auf ein intelligentes Schlüsselsystem sowie helle Farbtöne im Innenraum. Vor dem regulären Start ist ein Probebetrieb mit Rettungsschwimmern der DLRG vorgesehen.


Sonja und Stephan Weichert
Sonja und Stephan Weichert
Freie Journalisten
north