Am Mittwochmorgen, 16. September, ist es in einem Bankgebäude an der Bahnhofstraße in Bad Eilsen zu einer versuchten Sprengung eines Geldautomaten gekommen (wir berichteten). Die Täter scheiterten offenbar an den umfangreichen Sicherungsvorkehrungen, die die Sparkasse nach ähnlichen, teils geglückten Vorfällen vorgenommen hat, und wurden durch die sofort ausgelöste Vernebelung des SB-Bereichs sowie einen weithin hörbaren Alarm abgeschreckt. Sie flüchteten ohne Beute.
Zur Unterstützung der Polizei wurde dabei auch die Freiwillige Feuerwehr Bad Eilsen alarmiert. Da das Sicherheitssystem den Selbstbedienungsbereich des Bankgebäudes vollständig mit dichtem Nebel gefüllt hatte, konnte die Feuerwehr mit Atemschutz eingesetzt werden, um die Belüftung durchzuführen. Solche sogenannten Nebelbanditen- oder Sicherheitsnebelsysteme sollen Tätern innerhalb weniger Sekunden die Sicht nehmen und damit den Zugriff auf Geldautomaten, Tresore oder Kassen erheblich erschweren. Zugleich macht der Nebel die Orientierung im Raum nahezu unmöglich und erhöht so den Zeitdruck für die Täter.
Die Aufgabe der Feuerwehr bestand darin, das Gebäude nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mit Überdruckbelüftern zu entrauchen beziehungsweise vom Sicherheitsnebel zu befreien.
Im weiteren Verlauf kontrollierte ein ferngesteuerter sogenannter Entschärfungs- und Manipulatorroboter das Gebäude. Anschließend brachte ein mit Bombenschutzanzug ausgerüsteter Delaborierer der Bundespolizei einen Sprengsatz aus dem Gebäude. Dieser wurde später im Kurpark gezielt gesprengt.
Die Feuerwehr bereitete den Sprengplatz vor und sperrte den Bereich großräumig ab. Während der gesamten Einsatzmaßnahmen blieb die Bahnhofstraße durch Feuerwehr und Polizei vollständig gesperrt.
Gegen 12 Uhr konnten die letzten der insgesamt 15 ehrenamtlichen Feuerwehrleute den Einsatz beenden. Neben der Ortsfeuerwehr Bad Eilsen waren ein Rettungswagen des DRK, Polizei, Bundespolizei, Kriminalpolizei, Kriminaldauerdienst und der Zentrale Kriminaldienst im Einsatz.