Im Alten Amtsgericht in Obernkirchen wird Ende Mai wieder Kunst erlebbar: Die Malerin und Bildhauerin Gudrun-Sophie Frommhage lädt gemeinsam mit fünf weiteren Kunstschaffenden zu einem Offenen Atelier ein. An zwei Tagen erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in aktuelle Arbeiten aus Malerei, Keramik, Installation, Kurzfilm und Illustration.
Das historische Gebäude, 1911 als königlich-preußisches Amtsgericht errichtet, bildet dabei eine außergewöhnliche Kulisse. Neben Frommhages Atelier in den ehemaligen Polizeibüros werden auch frühere Gefängniswärterräume, Jugendarrestzellen und das weitläufige Treppenhaus in die Ausstellung einbezogen.
Im Außenbereich setzt Minou Davar mit einer groß angelegten Schirminstallation einen besonderen Akzent. Gudrun-Sophie Frommhage zeigt Collagen und keramische Plastiken, die sich mit expressiver Figuration auseinandersetzen. Birthe Langner präsentiert Kurzfilme, die gleichermaßen berühren und irritieren, während Antje Langner mit vielschichtigen Farb- und Texturaufträgen großformatige Landschaften entstehen lässt. Uta Niehues widmet sich in ihren Illustrationen augenzwinkernd alltäglichen Szenen, und Tania Smolka bewegt sich mit ihren Wolken- und Himmelbildern zwischen naturalistischer Darstellung und malerischer Abstraktion.
Das Offene Atelier bietet nicht nur die Möglichkeit, Kunstwerke im direkten Arbeitsumfeld zu entdecken, sondern auch mit den Künstlerinnen ins Gespräch zu kommen. Bei Kaffee und Kuchen können Gäste die besondere Atmosphäre des Hauses genießen und sich über die unterschiedlichen künstlerischen Ansätze austauschen.
Geöffnet ist am Samstag, 30. Mai, von 14 bis 20 Uhr sowie am Sonntag, 31. Mai, von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort ist das Alte Amtsgericht, Rathenaustraße 11, in Obernkirchen.