Wie wird die Stadt in Zukunft geheizt – und zwar möglichst klimafreundlich? Mit dieser Frage beschäftigt sich seit vergangenem Jahr die kommunale Wärmeplanung, in die Bückeburg gemeinsam mit sechs weiteren Kommunen im Landkreis Schaumburg eingestiegen ist. Nun geht das Projekt in die nächste Runde: Am Montag, 10. März, will die Stadt die Öffentlichkeit erstmals ausführlicher informieren und die Bürgerinnen und Bürger stärker einbinden.
Seit März 2025 arbeitet Bückeburg zusammen mit der target GmbH an einem langfristigen Konzept für die Wärmeversorgung. Ziel ist eine Gesamtstrategie, die sich auf erneuerbare Energien stützt und schrittweise fossile Heizsysteme ablösen soll. Damit reagiert die Stadt auf die bundes- und landespolitischen Vorgaben zum Klimaschutz, die der Wärmeversorgung inzwischen eine zentrale Rolle zuweisen. Die kommunale Wärmeplanung soll Haushalten und Unternehmen künftig Orientierung geben: Wo lohnt sich Fern- oder Nahwärme, wo bieten sich Wärmepumpen an, welche Quartiere haben besonders großes Umbaupotenzial?

Zuerst schauen, wie der Ist-Zustand ist

Aktuell läuft die erste Phase, die Bestandsanalyse. Dabei geht es darum, den heutigen Stand der Wärmeversorgung möglichst genau zu erfassen, von der Art der Heizungen über den Energieverbrauch bis hin zu möglichen Ausbaugebieten. Die Verwaltung macht deutlich: Ohne Mithilfe der Bevölkerung bleibt das Bild lückenhaft. Je besser die Datenlage, desto zielgenauer können später Maßnahmen vorgeschlagen werden.
Am Montag, 10. März 2026, um 18.30 Uhr lädt die Stadt deshalb zu einer öffentlichen Informations- und Auftaktveranstaltung in den Neuen Ratssaal ein. Dort soll erläutert werden, wie der Prozess der Wärmeplanung abläuft, welche Schritte als Nächstes folgen und an welchen Stellen Bürgerinnen und Bürger selbst Einfluss nehmen können. Geplant ist, Fragen zu beantworten und erste Rückmeldungen aufzunehmen.
Parallel setzt Bückeburg auf digitale Beteiligung. Auf der Online-Ideenkarte unter https://www.ideenkarte.de/schaumburg/ können Interessierte unkompliziert Vorschläge zur Wärmewende einreichen – von konkreten Projektideen im eigenen Quartier bis zu Hinweisen auf lokale Besonderheiten. Die Verwaltung hofft auf zahlreiche Beiträge, weil eine tragfähige Wärmeplanung nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort gelingen kann.
Weitere Hintergründe zum Projekt, zu Zielen und Zeitplan der kommunalen Wärmeplanung im Landkreis Schaumburg sind auf der Informationsseite www.waermezukunft-shg.de zu finden.