Am Samstag, 20. Juni, öffnet der Ellersieksche Garten in Rinteln erstmals wieder seine Tore für die Öffentlichkeit. Im Rahmen der Museumssommernacht können Besucherinnen und Besucher die neu gestaltete Anlage zwischen 15 und 21 Uhr besichtigen.

Damit wird sichtbar, was seit dem Spätsommer vergangenen Jahres im Verborgenen gewachsen ist: Mit einem Beschluss des Ortsrats im August 2025 wurde die Wiederbelebung des historischen Gartens der Familie Ellersiek angestoßen. Parallel zur Aufwertung der Grünflächen am Dingelstedtwall mit neuen Wegen und Pflanzungen entwickelte sich auch das Areal rund um das Teehaus deutlich weiter.

Neustart für historische Anlage

Die Koordination des Projekts liegt beim Heimatbund der Grafschaft Schaumburg, der gemeinsam mit einer Gruppe von rund 15 Ehrenamtlichen aus dem Rintelner Stadtgebiet die Pflege und Entwicklung übernommen hat. Unterstützung kommt zudem von der Stadt Rinteln, insbesondere durch die Koordinatorin für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz, Josefine Wahl.

In den vergangenen Monaten wurde bereits einiges umgesetzt: Neben dem Bau eines Gerätehauses mit Unterstützung der Stiftung für Rinteln wurden Obstbäume fachgerecht zurückgeschnitten und von Bewuchs befreit. Neue Pflanzungen, Staudenbeete, Heilkräuter und naturnahe Bereiche geben der zuvor verwilderten Fläche nun eine neue Struktur und ökologische Qualität.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Umweltbildung. So wurden bei einem ersten großen Arbeitseinsatz im April unter anderem 60 pilzresistente Weinreben der Sorte „Solaris“ gepflanzt. In Zusammenarbeit mit der IGS Rinteln sollen Kinder und Jugendliche künftig praktische Erfahrungen im Obst- und Gartenbau sammeln.

Um die Anlage zu schützen, wurde sie vom umliegenden Grünbereich abgegrenzt. Perspektivisch soll der Garten jedoch kein abgeschlossener Ort bleiben: Geplant sind regelmäßige Öffnungstage sowie kleinere Veranstaltungen, die den Austausch zu Gartenbau und Naturschutz fördern.

Die Museumssommernacht bietet nun die erste Gelegenheit, das Ergebnis dieses gemeinschaftlichen Engagements vor Ort zu erleben.