Stadt geht konsequent auf Wasser-Kurs | Schaumburger Wochenblatt

24.08.2026 08:42

Stadt geht konsequent auf Wasser-Kurs

Historische Tiefststände von Flüssen im Sommer, historische Hochwasser nach längeren Regenphasen. Die Extreme nehmen zu und denen stellt sich der „Masterplan Wasser”, der jetzt dem Bauausschuss der Stadt Rinteln vorgestellt wurde.  (Foto: ste)
Historische Tiefststände von Flüssen im Sommer, historische Hochwasser nach längeren Regenphasen. Die Extreme nehmen zu und denen stellt sich der „Masterplan Wasser”, der jetzt dem Bauausschuss der Stadt Rinteln vorgestellt wurde. (Foto: ste)
Historische Tiefststände von Flüssen im Sommer, historische Hochwasser nach längeren Regenphasen. Die Extreme nehmen zu und denen stellt sich der „Masterplan Wasser”, der jetzt dem Bauausschuss der Stadt Rinteln vorgestellt wurde. (Foto: ste)
Historische Tiefststände von Flüssen im Sommer, historische Hochwasser nach längeren Regenphasen. Die Extreme nehmen zu und denen stellt sich der „Masterplan Wasser”, der jetzt dem Bauausschuss der Stadt Rinteln vorgestellt wurde. (Foto: ste)
Historische Tiefststände von Flüssen im Sommer, historische Hochwasser nach längeren Regenphasen. Die Extreme nehmen zu und denen stellt sich der „Masterplan Wasser”, der jetzt dem Bauausschuss der Stadt Rinteln vorgestellt wurde. (Foto: ste)

Der im Juli 2026 veröffentlichte „Masterplan Wasser“ der niedersächsischen Landesregierung bietet eine strategische Antwort auf die durch den Klimawandel verschärften wasserwirtschaftlichen Herausforderungen wie Trockenheit und Extremwetterereignisse. Im Rahmen einer Diskussion des Rintelner Bauausschusses unterstrich Ulrich Karl, Chef der Stadtwerke Rinteln, die bereits fortgeschrittene Ausgangslage der Stadt, die unter anderem durch den konsequenten Ausbau von Regenrückhaltebecken nach der Devise „Rückhalt statt Abfluss“ geprägt ist. Neben der aktiven Werbung für private Wasserzisternen und ersten Schritten zur Umsetzung des Schwammstadtkonzepts hob Karl insbesondere die exzellente Qualität des örtlichen Trinkwassers hervor, das dank seiner natürlichen Beschaffenheit lediglich einer UV-Desinfektion bedarf. Ergänzend betonte Baudezernent Stefan Eggert-Edeler, dass Rinteln durch gezielte Renaturierungsmaßnahmen, etwa an der Exter, bereits gut aufgestellt sei, um künftigen Belastungen zu begegnen. Zur technischen Absicherung der städtischen Infrastruktur wird zudem die Kläranlage durch eine höhere Eindeichung vor Hochwasserschäden geschützt, während die Planungen für eine vierte Reinigungsstufe zur Beseitigung von Medikamentenrückständen vorangetrieben werden.

Klimaresilientes Wassermanagement

Der Masterplan Wasser verfolgt übergeordnet den Aufbau eines klimaresilienten Wassermanagements durch einen integrativen Ansatz, der den Schutz vor Wassergefahren mit einer nachhaltigen Ressourcennutzung verknüpft. Im Zentrum steht dabei die Sicherung der Trinkwasserversorgung, die durch ein nachhaltiges Wassermengenmanagement erreicht werden soll, welches den Wasserrückhalt in der Fläche sowie eine wassersensible Stadtentwicklung in den Fokus rückt, um Regenwasser in der Landschaft und im urbanen Raum länger zu speichern. Zur Entlastung des Grundwassers setzt das Land zudem auf eine landwirtschaftliche Anpassung durch die verstärkte Nutzung alternativer Bewässerungsquellen wie gereinigtes Abwasser. Gleichzeitig verzahnt der Plan klassische Hochwasserschutzstrategien mit modernen Ansätzen der Starkregenvorsorge und der Wiederherstellung natürlicher Auen. Abgerundet wird das Strategiepapier durch das Ziel einer verbesserten Wasserqualität, das durch eine konsequente Reduzierung von Schadstoffeinträgen an der Quelle sowie die Umsetzung europäischer Richtlinien erreicht werden soll, womit der Masterplan die Weichen für eine proaktive und zukunftsfähige Wasserwirtschaft in Niedersachsen stellt.


Sonja und Stephan Weichert
Sonja und Stephan Weichert
Freie Journalisten
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