Mehr Aufmerksamkeit, weniger Teilnehmer: Die Rintelner Silvesterinitiative e.V. hat ein erstes Update zu ihrem Aktionstag „Lieber uncool als tot” vorgelegt. Der Tag fand Ende Mai auf dem Parkplatz des Marktkauf Pointmayer in Rinteln statt und warb für sicheres Fahren mit E-Scootern bei Kindern und Jugendlichen.
Resonanz verhalten, Wirkung dennoch spürbar
Die Resonanz vor Ort sei überschaubar gewesen, heißt es aus dem Verein. Trotz zahlreicher Aufrufe und attraktiver Preise habe sich nur eine kleinere Zahl von Teilnehmern eingefunden. Gleichwohl zieht die Initiative eine positive Zwischenbilanz: Das Thema habe deutlich an Sichtbarkeit gewonnen. Besonders Bürgermeisterin Andrea Lange plane, gemeinsam mit den Rintelner Schulen weitere Aktionstage zu initiieren, um kontinuierlich für die Sicherheit von E-Scooter fahrenden Kindern zu werben.
Kontrolle und Auszeichnung: Preise für Vorbilder
Damit die ausgelobten Preise auch die vorbildlichsten Fahrer erreichen, beobachten unter anderem Vorstandsmitglieder der Silvesterinitiative sowie Besatzungen der Polizeistation Rinteln den Straßenverkehr. Ziel sei es, Teilnehmende anhand ihrer Sicherheitsausrüstung zu identifizieren und zu notieren, um die Gewinner später gezielt auszeichnen zu können.
Unterstützung aus der Stadt und Signalwirkung über Rinteln hinaus.
Rückhalt gibt es auch finanziell: Die Stiftung für Rinteln habe die Aktion mit einem „nennenswerten Betrag” unterstützt, nachdem die Bedeutung des Projekts im Gremium anerkannt worden sei. Die Initiative verweist zudem auf eine überregionale Wirkung: Bei einem Gespräch im Juli mit Konstantin Grosch sei das Projekt angesprochen worden, weil es sich bis nach Hameln und Hannover „rumgesprochen” habe. Der Verein geht davon aus, dass andere Städte und Gemeinden bald ähnliche Veranstaltungen auflegen werden.
Fazit: „Steter Tropfen höhlt den Stein”
Als Zwischenresümee hält die Initiative fest: Die Idee sei gut und mit starken Partnern umgesetzt worden – die Umsetzung bleibe jedoch herausfordernd. Besonders die junge Zielgruppe stehe Beratung und Präventionsangeboten oft skeptisch gegenüber. Nach dem Motto „Machen ist wie wollen, nur krasser” und dem Leitgedanken „Steter Tropfen höhlt den Stein” will der Verein dennoch weitermachen. Ziel bleibe, die Sicherheit jugendlicher E-Scooter-Fahrer in Rinteln nachhaltig zu verbessern.