Suchergebnisse (Fahrradzone) | Schaumburger Wochenblatt

Die Ausschilderung der Fahrradzone im Bereich des Teilstück der Kunterschaft Richtung Blumenwall muss nachgebessert werden. Hinweisschilder auf die beginnende Fahrradzone werden noch aufgestellt.  (Foto: ste)

Und plötzlich ist da eine Sackgasse

Fahrlehrer Ingo Radler wandte sich an unsere Zeitung und machte darauf aufmerksam, dass die Beschilderung „Fahrradzone” Autofahrer in eine quasi Sackgasse führe. An der Straße „Auf der Kunterschaft“ (Teilstück verkehrsberuhigter Bereich Richtung Blumenwall) steht vom Steinanger kommend kein Schild, dass nach wenigen Metern die Fahrradzone in der West-Contrescarpe beginnt und man dort nur als Anlieger einfahren darf. Die Konsequenz: Fahrzeuge müssen auf dem Parkplatz hinter der Christuskirche wenden und zurück fahren. Fahrzeugführer, die lediglich die West-Contrescarpe als Durchfahrtstraße nutzen wollen, dürfen das nämlich nicht. Radler dazu: „Man fährt in den verkehrsberuhigten Bereich der Kunterschaft also ein und muss dann im Bereich West-Contrescarpe umdrehen, wenn man nicht Anlieger ist!“ Für Fahrschüler eine knifflige Situation. Er habe deshalb bei Fahrprüfungen bereits darauf hingewiesen und Prüfer gebeten, diese Strecke nicht zu nutzen. Nicht viel anders sieht es aus im Bereich der Dauestraße an der Einmündung Gräbeweg. Auch dort müsse man umdrehen, weil die Fahrradzone abrupt an dieser Stelle beginne, so Radler. Wir fragten nach bei der Stadtverwaltung Rinteln, ob es eine Nachbesserung der ausgeschilderten Fahrradzone geben werde. Markus Luckhaus vom Ordnungsamt der Stadt Rinteln ist zuständig für die Radverkehrsfragen in der Stadt und er teilte mit, dass vermutlich noch in dieser Woche Zusatzschilder aufgestellt werden, die darauf hinweisen, dass in entsprechender Entfernung eine Fahrradzone beginnt und ein Wendemanöver noch möglich ist. Nötig werden diese Schildern besonders im Bereich Kunterschaft nur, weil die Politik entgegen des Verkehrsgutachtens des Büro Dargel beschlossen hat, dass nicht die gesamte Kunterschaft von der Hartlerstraße beginnend als Fahrradzone ausgewiesen wird, sondern die Verkehrsberuhigung im Teilbereich mit Schrittgeschwindigkeit weiter Bestand haben soll. Der dadurch erforderliche „Schilderwald“ wurde in Kauf genommen.
Dr. Norbert Handke stellt die neuen Leporellos zur Fahrradstraße und Fahrradzone vor.  (Foto: ste)

Radverkehrskonzept geht wieder in dynamische Phase

Lange sah es aus, als wenn das Radverkehrskonzept der Stadt Rinteln ein Schubladendasein erleiden würde. Jetzt kommt frisches Leben in das Konzept, das besonders bei der Rintelner Feuerwehr nicht unumstritten war. Dort befürchtete man Zeiteinbußen bei der Anfahrt zum Feuerwehrgerätehaus. Jetzt weist die Stadt Rinteln eine Fahrradstraße in Exten im Bereich „Im Gallenort“ und „Vor den Höfen“ aus. In diesem Bereich ist für Pkw maximal eine Geschwindigkeit von 30 km/h erlaubt, es gilt die Regel „Rechts vor links“ und Radfahrende haben Vorrang, dürfen nebeneinander fahren, müssen allerdings auch das Rechtsfahrgebot einhalten. Überholen darf man Radfahrende nur mit einem Sicherheitsabstand von 1,5 Metern. Eine Fahrradzone wird eingerichtet im westlichen Wohnquartier, eingegrenzt von den Straßen „West-Contrescarpe“, „Graf-Adolf-Straße“ und „Am Steinanger“. Über den „Graebeweg“ zieht sich die Zone dann Richtung Schulzentrum. In einer Fahrradzone ist Anliegerverkehr frei. Das heißt: einfahren darf hier nur, wer ein an der Straße liegendes Grundstück bewohnt oder zu einer Erledigung aufsuchen muss. Durchfahrtsverkehr ist damit nicht mehr erlaubt. Mit der Feuerwehr wurde eine Sondervereinbarung zum Durchfahren der Anfahrtsstrecke zum Feuerwehrhaus getroffen. Radfahrende haben in der Fahrradzone Vorrang, dürfen nebeneinander fahren, müssen das Rechtsfahrgebot einhalten und dürfen nur mit einem Sicherheitsabstand von 1,5 Metern überholt werden. Die maximale Geschwindigkeit in einer Fahrradzone für Kraftfahrzeuge ist auf 30 km/h begrenzt. Es gilt auch hier: „Rechts vor links!“ Der Fahrradbeauftragte der Stadt Rinteln, Dr. Norbert Handke, hat die Info-Broschüren dazu fertig, ein Banner ist in Auftrag gegeben und bei guten Wetterverhältnissen sollen die Markierungen dazu auf den Straßen angebracht werden. Außerdem soll es eine Info-Veranstaltung in der Aula des Gymnasium Ernestinum geben, die rechtzeitig angekündigt wird. Doch nach der Ausweisung dieser Fahrradstraße und Fahrradzone geht es für den Radverkehrsplaner weiter. Dann müssen Wege aus Krankenhagen Richtung Schulzentrum gefunden werden.
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