Die Gruppe „folklicht*“ tritt am Freitag, dem 9. Oktober, im Kulturzentrum „Alte Polizei“ in Stadthagen auf und zeigt die Inszenierung „Good Morning – Szenen einer Befreiung“. Sie wird vom „Förderverein ehemalige Synagoge“ organisiert und beginnt um 20 Uhr.
Was bedeutete das Ende des Zweiten Weltkriegs für die Menschen, die es unmittelbar erlebten? Befreiung, Besatzung, Neuanfang oder Zusammenbruch? Das Team von folklicht*, bestehend aus Leah Lichtwitz und Folkert Dücker, hat gemeinsam mit Regisseurin Anne Wittmiß und Videokünstler Lucian Patermann eine multiperspektivische Annäherung an die letzten Kriegsmonate und die Zeit unmittelbar nach dem Ende der NS-Herrschaft entwickelt. Im Mittelpunkt stehen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Positionen: jüdische Menschen, Zwangsarbeiter, Funktionsträger des NS-Regimes und andere Beteiligte. Aus unterschiedlichen Sichtweisen blicken sie auf die Befreiung und werfen dabei die Frage auf, wie sich Menschen, die gestern noch Täter und Opfer waren, begegnen.
Die vom Förderverein ehemalige Synagoge Stadthagen organisierte Aufführung in der Alten Polizei steht in Stadthagen in einem lokalen erinnerungskulturellen Zusammenhang, den die ehemalige Synagoge als Gedenk- und Lernort mitprägt. Die Inszenierung verbindet historische Erinnerung mit einer gegenwärtigen gesellschaftlichen Frage: Wie wollen wir mit unserer Geschichte umgehen – und welche Bedeutung haben Freiheit, Verantwortung und demokratische Werte für unser Zusammenleben heute?
Wer sich dieser Frage stellen, Teil der Inszenierung werden und auch drüber ins Gespräch kommen möchte, kann Karten über www.goodmorning-wf.de bestellen.