Der Brief im Kasten sieht täuschend echt aus, doch das Schreiben stammt nicht von der Hausbank: Kriminelle versuchen derzeit, Kunden der Volksbank Hameln-Stadthagen mit gefälschten Briefen und manipulierten QR-Codes in die Falle zu locken. Ob die Bestätigung einer Gewerbeanmeldung bei Firmenkunden oder die vermeintliche Aktualisierung persönlicher Angaben bei Privatleuten – die Schreiben wirken seriös, sind jedoch gezielte Fälschungen. Zudem kursieren auch ähnliche Phishing-Nachrichten unter dem Namen des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).
Um unüberlegte Reaktionen zu provozieren, setzen die Täter ihre Opfer unter Zeitdruck: In der Fußzeile wird eine Rückmeldung binnen sieben Tagen verlangt. Wer aus Sorge vor Konsequenzen hastig den abgedruckten QR-Code mit dem Smartphone scannt – Fachleute sprechen von „Quishing“ –, wird auf gefälschte Webseiten geleitet, die vertrauliche Bank- und Geschäftsdaten abgreifen.
„Kriminelle versuchen gezielt, das Vertrauen in unsere Bank auszunutzen, um an sensible Daten zu gelangen. Wir bitten unsere Kunden deshalb, bei unerwarteten Aufforderungen zur Datenbestätigung besonders aufmerksam zu sein und sich im Zweifel direkt an uns zu wenden“, erklärt Patrick Eschert, Prokurist der Volksbank Hameln-Stadthagen.
Das Geldinstitut rät dringend davon ab, sich von knappen Fristen unter Druck setzen zu lassen. Kunden sollten unerwartete QR-Codes oder Links niemals öffnen und keinesfalls Zugangsdaten, PINs oder TANs preisgeben. Bei Zweifeln hilft ein Rückruf über die bekannten offiziellen Kontaktdaten der Bank – nicht aber über die Nummern auf dem verdächtigen Brief. Wer bereits Daten eingegeben hat, sollte umgehend die Bank informieren und sein Online-Banking über das Institut oder den zentralen Sperrnotruf 116 116 sperren lassen. Weitere Sicherheitshinweise stehen unter www.vbhs.de/phishing bereit.