Seit einigen Wochen ist in der Natur ein lautes und raues „schackern” der Wacholderedrossel zu hören, die zum Teil in großen Scharen die Gärten heimsucht. Denn neben den ganzjährig bleibenden Drosselarten wie Schwarz (Amsel)-, Sing- und Misteldrossel haben auch wieder Schwärme der Wacholderdrossel den Weg ins Schaumburger Land gefunden. Neben den einzelnen Brutpaaren die wir hier in Laub- und Mischwäldern, Parks und Gärten mit alten Baumbeständen haben, kommen zum Herbst große Schwärme aus Sibirien, um hier zu überwintern. Die Wacholderdrossel hat die Größe einer Amsel und von den anderen Drosseln leicht an ihrem grauen Kopf, Nacken und Bürzel zu unterscheiden.
Der Rücken ist braun und der Schwanz schwarz, die Brust in ockergelbem Ton und die Unterseite weiß mit braunschwarzen Flecken.
Im Flug fallen die weißen Flügelunterseiten, der lange Schwanz und das raue Schackern „schak-schak-schak” auf. Die Vögel suchen nach Beeren und Fallobst und wenn ein Trupp mit 20, 50 oder sogar 100 Tieren so eine Futterquelle gefunden hat, hält sie sich solange in der Umgebung auf, bis jeder Apfel und jede Beere verschlungen ist. Andere Singvögel werden dann aus dem Gebiet verjagt und sogar Krähen und Greifvögel werden gemeinsam mit zeternd-, knarrenden Rufen vertrieben. Im März/April ziehen sie wieder zurück nach Sibirien, um zu brüten. Der ein oder andere bleibt vielleicht hier, um Ende April/Mai in einem Baum, ähnlich wie die Amsel, ein Nest zu bauen und für Nachwuchs zu sorgen. Foto: privat