Im Auetal herrschte beim Glasfaserausbau seit Monaten faktisch Baustopp – und die Geduld der Kunden die sich bereits in den letzten Jahren seit Öffnung der Bestellmöglichkeit für einen Glasfaseranschluss entschieden hatten, wurde auf die Probe gestellt. Hintergrund ist die Insolvenz der Firma Soli Infratechnik, die im Auftrag der Deutschen Glasfaser als Subunternehmen die Tiefbauarbeiten übernommen hatte und einige Projekte im Landkreis so in den Wartezustand versetzte. Mittlerweile wird aber wieder auf den meisten Baustellen weitergearbeitet, auch bei den aktuellen Witterungsbedingungen.
Die Anbindung an das Glasfasernetz fehlte
Der letzte Stand der Ausbauzahlen, die die Deutsche Glasfaser gegenüber dem Schaumburger Wochenblatt offengelegt hatte, zeigte einen bereits hohen Grad der nahezu fertigen Anschlüsse: In Kathrinhagen und Westerwald waren rund 80 Prozent der Tiefbauarbeiten geschafft, in Rolfshagen/Ostereiche sogar gut 90 Prozent. In den übrigen Gebieten von Rolfshagen liegt der Fertigstellungsgrad bei rund 70 Prozent, in Rehren waren es nur etwa 10 Prozent.
Noch schlechter sah es vor einigen Monaten in weiteren Ortsteilen aus. Zwar stehen die sogenannten PoP´s (Points of Presence), also die Glasfaserhauptverteiler, an einigen Standorten bereits seit Anfang 2025 fertig aufgebaut, angeschlossen sind sie jedoch nicht, weil die Leitungen in das Auetal fehlten.
Die Folge ist, dass damit auch noch keine Kundenaktivierungen möglich war. Konkret bedeutet das, dass im gesamten Auetal bislang kein einziger Hausanschluss geschaltet wurde und noch niemand den versprochenen Glasfaseranschluss nutzen kann. Wann sich das ändert, bleibt offen. Jetzt kann man aber einen großen Fortschritt vermelden, denn derzeit laufen die wichtigen Arbeiten am Backbone-Netz. Das Backbone – zu Deutsch das „Rückgrat” – ist das deutschlandweite Netzwerk der Glasfaser, mit der die Internetverbindung in die Gemeinden kommt.
Glasfaser verlegt zum einen das Backbone von der Samtgemeinde Rodenberg und zum anderen von der Samtgemeinde Eilsen. Damit kommt dann ganz offiziell das „Licht” der Glasfaser bei den Verteilerkästen im Auetal an.