AUETAL-REHREN (tt). Ortsvorsteherin Imke Mc Ginty selbst stieg auf eine Leiter, um mit Kabelbindern die Weidenruten zusammenzubinden, damit das Iglu seine Form hält. Bereits vor einem Jahr organisierte sie mit Rainer Rodewald und einer Elterninitiative den Bau eines Tipis auf dem Spielplatz am „Horn”. Der Spielplatz fristete bis dahin ein „Mauerblümchendasein” und die Kinder hatten keine Lust, die Spielgeräte zu nutzen. Erst als der „Zeltbau” aus Weidenruten stand, kam auch wieder mehr Leben auf das Areal. Doch der Spaß hatte bald ein Ende.
Leider wurde damals das Tipi zu nah am Abwasserkanal gebaut. Bauamtsleiter Friedhelm Liwack von der Gemeinde Auetal fürchtete Verstopfungen und Schäden durch die Wurzelbildung der Weidenstöcke. „Bob, der Baumeister” Rainer Rodewald musste es nach einigen Monaten wieder abbauen. Man einigte sich auf einen neuen Standort und als jetzt die NABU am Klärwerk die Weiden schneitelte, waren die Ortsvorsteherin und Rodewald mit dabei, um neue Weidenruten zu schneiden. Diesmal sollte es ein Iglu werden, das einen Durchmesser von 2 Meter und eine Höhe von 2,50 Meter ausweist. 30 Gerüststangen und jede Menge fingerdickes Weidengeflecht war notwendig, um das Bauwerk zum Stehen zu bringen. Ausgelegt wurde es mit einem „Unkrautvlies”, damit es im Inneren „wohnlich” bleibt. Während die Kinder ihren neuen Unterschlupf anschließend mit Brause begossen, genossen die Eltern in der Nostalgiestube von Rainer Rodewald zu späterer Stunde noch einen „Hopfenblütentee”. Jetzt drücken sie sich gegenseitig die Daumen, dass die Weiden Wurzeln schlagen und im Frühjahr frisches Grün austreiben, das dem Gebilde ein natürliches Aussehen verleiht. Foto: tt