Integration, so Deihimi, sei ein wichtiges Handlungsfeld auch in kleinen Kommunen. Integration stehe für die gleichberechtigte Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen. Integration könne nur funktionieren, wenn beide Seiten vertrauensvoll zusammen arbeiten würden. „Integration ist die größte gesellschaftlich Herausforderung dieser Zeit”, ist die Expertin überzeugt. Dabei würde es sich nicht um eine Nettigkeit handeln, es sei vielmehr von elementarer Bedeutung für das Zusammenleben von Deutschen und Migranten in diesem Land.
Wenn Integrationsarbeit effektiv sein soll, müsse sie vernetzt werden, so die Rednerin weiter. Integration könne nur vom Austausch und von Vielfalt leben. Die Arbeit vor Ort, zum Beispiel in Vereinen und Verbänden, sei ein wichtiger Schritt, um solche Netzwerke aufzubauen. Als wichtigsten Schlüssel für die Teilhabe an der Gesellschaft sieht sie das Erlernen der deutschen Sprache an, ohne die Herkunftssprache zu vernachlässigen. Eltern mit Migrationshintergrund müssten mehr als bisher in das Kindergarten- oder Schulleben ihrer Kinder eingebunden werden. Aber auch die Wirtschaft sieht Deihimi gefordert. Jugendliche mit Migrationshintergrund hätten nach wie vor mehr Probleme, eine Lehrstelle zu finden. Der gleichberechtigte Zugang zum Arbeitsmarkt sei überaus notwendig.
Nach dem Vortrag der Integrationsbeauftragten aus Hannover nutze der CDU-Amtsverbandsvorsitzende noch einmal die Gelegenheit, den Grund für die Einladung der Referentin zu erläutern. „Wir werden Integration zu unserem Thema machen. Ebenso wie die Krippenbetreuung oder die Jugendarbeit”, führte Dahle aus. Integration sei ja eigentlich Chefsache, so seine Auffassung. Aber dem sei ein neuer Bauhof für eine Millionen Euro wohl wichtiger, hängte der CDU-Sprecher mit einem Seitenhieb auf SPD-Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann noch an. Ein Antrag für die Gründung eines Integrations-Netzwerkes in der Samtgemeinde war von der CDU gestellt worden und von der SPD-Fraktion im Jugendausschuss abgelehnt worden. Foto:pd