Bei einer Bürgerfragestunde, zu der der SPD-Ortsverein Messenkamp/Altenhagen II Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann und den Tiefbauexperten Björn Ladage eingeladen hatte, wurde den Betroffenen zur Selbsthilfe geraten: Je nach Situation müssten sie selbst für Druckerhöhung oder –minderung sorgen. Eine individuelle Lösung könne es aufgrund der topografischen Lage des Ortes mit großen Höhenunterschieden nicht geben.
Das haben besonders einige Anlieger der Kloppenburg bemerkt. Kaum waren der Straßenbau und damit auch der Ersatz alter Leitungen abgeschlossen, wurden deren Gebäude an die Druckerhöhungsanlage angeschlossen, die für den gesamten östlichen Dorfteil arbeitet. Das Entsetzen war groß. „Die Schüssel ist leer und ich bin klatschnass”, klagte eine Anwohnerin, die bislang noch kein Druckminderventil einbauen wollte.
„Wir wären froh, wenn wir überhaupt Druck hätten”, widersprach ein Anlieger aus dem Unterdorf. Aus diesem Bereich sowie von Anliegern der Kreuzbreite besteht seit Jahren der Wunsch, an die zentrale Druckerhöhung ebenfalls angeschlossen zu werden.
Doch das scheitert nach Auskunft von Ladage bislang noch an alten Gussrohren insbesondere im Bereich der Messenkämper Straße: „Die würden sofort platzen”, fürchtete er möglichen großen Schaden. Doch sei das Problem in der Samtgemeindeverwaltung bekannt.
„Wir haben aber noch keine konkreten Pläne”, räumte Heilmann ein: „Ein erster Schritt wird frühestens 2010 möglich sein.” Er begründete dies mit dem erklärten Ziel, kommunale Gebühren konstant zu halten: „Wir müssen immer die Einnahmesituation mit den Investitionen austrarieren.” Für 2009 sei ein Schwerpunkt in der Feggendorfer Wiesenstraße gelegt worden: „Das kostet dort echtes Geld.”
Bürgermeister Frank Witte zeigte Verständnis: „Wir können nicht alles auf einmal verlangen”, stieß er auf zustimmendes Nicken der etwa 15 Anwesenden, „aber wir haben ein Ziel vor Augen”.
Witte und Heilmann mussten noch eine Reihe weiterer Fragen beantworten. Sie betrafen unter anderem den Bau eines Carports am Dorfgemeinschaftshaus, den neuen Dorfplatz und die Reinigungspflicht auf Bürgersteigen. Zum Teil heftige Kritik gab es an der großzügigen Regelung bei den Brenntagen. SPD-Vorsitzender Karl Minne Braaksma kündigte eine Fortsetzung der Bürgerfragestunden an. Der nächste Termin ist wieder für Messenkamp geplant: „Wir sehen den Bedarf”, betonte Braaksma.