Rund 50 Gräber befinden sich auf dem Friedhof, aber ungleich länger sind die Listen mit den Namen Rintelner Juden, die Dagmar Giesecke im Rahmen der Gedenkstunde verlas - Namen, die zum großen Teil nie wieder gehört wurden.
Im Anschluss ging die Gruppe zum ehemaligen Wohnhaus der Familie Levy in der Weserstraße 19, wo Dagmar Giesecke über das Schicksal der Familie berichtete - stellvertretend für jüdisches Leben in Rinteln.
Philipp Levy hatte in der Weserstraße ein Schuhgeschäft betrieben. Nach jahrelangen Repressalien wurde die Familie samt drei Töchtern 1941 in das Warscheuer Ghetto deportiert, wo Levys Gattin Mathilde noch im gleichen Jahr verstarb. Zwei Töchtern gelang es schließlich, in die USA auszuwandern. Foto: km