Sie tragen traditionell Schaumburger Tracht oder ein Weserrenaissance-Kostüm: DieGästeführer haben zum 15. Mal ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Und das alles, damit Gäste die Stadt der Weserrenaissance einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen können. Dass die heutige Kreisstadt viel mehr zu bieten hat, als die Fußgängerzone, ist bekannt: Aus der gesamten Weserbergland-Region kommen Besucher und lassen sich von den Gästeführern in die Welt der historischen Gebäude entführen. Das Mausoleum ist nach seiner kürzlichen Restaurierung ein wahrer Anziehungspunkt für Touristen geworden: Dort ruht Fürst Ernst zu Holstein-Schaumburg. Am 7. August findet eigens dazu die Führung „Ein Baudenkmal ohnegleichen” statt. Wer nicht so lange warten möchte: Bereits am nächsten Dienstag, dem 12. April, 18 Uhr, lockt die Stadtführung auf Plattdeutsch „Wo hängent de Kieferknaken vom Wal?”. Weitere Höhepunkte sind die Themen-Führungen „Die Hexenverfolgung” sowie „Lichter erhellen die Dunkelheit”, bei der die besondere Beleuchtung der Sehenswürdigkeiten im Mittelpunkt stehen. Im Rahmen des „Weserbergland Sommer 2011” begleiten die Gästeführer unter dem Titel „Vom Kloster zur Reformation” durch das Franziskaner-Kloster. Marianne Reinking-Plaggemeier steht mit ihrer Laterne in den Startlöchern für den Nachtwächterrundgang, einer besonders unterhaltsamen Variante. Seit der Gründung vor 15 Jahren sind als Gästeführerinnen tätig: Lotti Wagener, Herta Schweer und Christina Bühre. Sie sind wahrlich wandelnde Stadt-Lexika. „Uns wird nie langweilig”, sagt Bühre. Die Besucher bestätigen es: Sie wüßten gar nicht, dass die Stadt derart facettenreich ist, heiße es oft nach einer Führung, so Jana Hägermann vom I-Punkt. Sie berät rund um das Angebot der Gästeführer und ist unter 05721/925065 in der Tourist-Information zu erreichen. Gruppen können eine persönliche Führung zu einem speziellen Termin buchen. Geburtstagsfeiern, Klassentreffen oder Betriebsausflüge eignen sich für eine Stadtführung hervorragend. Ausgangspunkt aller Stadtführungen ist der Eingang des I-Punktes, Am Markt 1. Dort können sich alle Interessierten einfinden und mitgehen - ohne Anmeldung. Die Kosten betragen zwischen 2,50 und 3 Euro. Foto: wa